Endgültiger Durchbruch für den Bitcoin

Anmerkung: Dieser Artikel wurde von meinem Vorgänger verfasst. Nach der Fortführung des Blogs mit dem neuen Team wurde der name des Hauptaccounts verändert, weshalb ältere Artikel nun so aussehen, als würden sie von mir, Lukas Fiedler, stammen, auch wenn dem nicht so ist. Jeder dieser Artikel ist mit dieser Anmerkung versehen.

Ich muss gestehen, dass ich mir zu Beginn meiner „Krypto-Karriere“ sehr unsicher über die mittelfristige Stabilität des Bitcoins war. Erst Monate zuvor lag der Preis bei unter 100 Dollar und der Bullenmarkt, der den Kurs kurzzeitig auf über 1‘100 Dollar katapultierte, fiel dann schnell wieder in sich zusammen. Der Preisanstieg war lediglich ein aufzehrendes Strohfeuer. Hinzu kam noch der Zusammenbruch der Bitcoin-Börse Mt. Gox mit dem Verlust von bis zu 750‘000 Bitcoin Ende Februar 2014, was dem Bitcoin einen weiteren Nackenschlag versetzte. Der Bärenmarkt dauerte über ein Jahr an und der Preis fiel vom Hoch um über 80% auf 178 Dollar. Doch im Januar diesen Jahres konnte  der Abwärtstrend gestoppt werden.

Ich bin überzeugt, dass der neue Bullenmarkt nachhaltig ist, da er auf einer Vielzahl von Faktoren beruht:

– In den Krisenländern wie Argentinien und Griechenland hat sich der Bitcoin als zusätzliches Wertaufbewahrungsmittel bewährt. Dort sind sehr aktive Bitcoin-Communities entstanden. Der neue Präsident von Argentinien, Mauricio Macri, war sogar Sponsor des ersten Bitcoin Forums in Buenos Aires. Auch Flüchtlinge würden verstärkt auf Bitcoins setzen um Teile ihres Vermögens sicher zu transportieren.

-Der Bitcoin wird zunehmend als alternative Investmentklasse wahrgenommen, eine Art exotische Fremdwährungsanlage. Das Wissen, wie man mit den Bitcoin umgeht, breitet sich zunehmend aus. Viele Langfrist-Investoren setzen nun auf Paper-Wallets oder nutzen Hilfsmittel wie den „Trezor“, wodurch Hacker keine Chance mehr haben. Die berühmten „Facebook-Zwillinge“ Winklevoss haben mit Gemini im Oktober einen Versuch gestartet eine regulierte Börse für den Bitcoin zu etablieren, eine Art „Nasdaq für den Bitcoin“.

-Die Situation an den Finanzmärkten hat sich für die Papiergeld-Währungen nicht verbessert. Alle Zentralbanken setzen auf aggressive Geldmengenflutung. Die Druckmaschinen laufen auf Hochtouren. Dies untergräbt das Vertrauen in die langfristige Werthaltigkeit des Geldes. Der deflationäre Bitcoin erscheint hier als interessante Alternative zu dem Fiatgeld.

-Trotz der Geldmengenausweitung schwächeln die Edelmetallkurse; die Preise sind an ihren Mehrjahrestiefs für Gold und Silber. Dieser Bärenmarkt führt dazu, dass sich Edelmetallinvestoren über Alternativen Gedanken machen und so zum Teil auch in Bitcoin als „digitales Gold“ investieren.

-Die Diskussion um die Erhöhung der Blockgröße, welche die Community in zwei nahezu unversöhnliche Lager zu spalten droht, hätte während des Bärenmarkts 2014 zu drastischen Kursverlusten geführt. Trotz der anhaltenden Unsicherheit sind hier überhaupt keine negativen Preiseffekte zu erkennen.

-Auch die Markttechnik stimmt: Die Umsätze nehmen trotz steigender Kurse immer weiter zu. Die Bitcoin-Börsenumsätze im November 2015 waren die bislang höchsten. Es gab regelrechte Kaufpaniken, welche an den Hype vor zwei Jahren erinnerten.

Fazit: Alle Anzeichen deuten auf einen neuen Bullenmarkt für den Bitcoin hin. Ein Bullenmarkt, der auf wesentlich solideren Säulen als die letzte Hausse steht. Der Bitcoin wird wohl mittelfristig seine Hegemonialstellung gegenüber den alternativen Kryptowährungen sogar noch weiter ausbauen können. Es ist deshalb durchaus vorstellbar, dass er 2016 seine alten Preishochs wieder ins Visier nimmt. Dass er dabei im Zahlungsverkehr (noch) keine Rolle spielt ist dabei absolut unerheblich. Schließlich spielen Aktien, Gold, Immobilien und Fondsanteile beim Zahlungsverkehr ebenfalls keine Rolle. Momentan ist die Rolle als „digitales Gold“ absolut ausreichend um weiter steigende Kurse zu rechtfertigen.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist selbst in Bitcoins investiert


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