healthbase: Blockchainapplikation für das Gesundheitswesen

Das Team hinter healtbase gibt es seit 2014 und arbeitet seitdem in Bonn an einer neuen Softwarelösung für Ärzte und Patienten. Wer kürzlich einen Arztbesuch hatte und dabei mal einen kleinen Blick auf die Bildschirme der Praxis erhaschen konnte, dem hat sich das Problem offenbart: Die meisten Softwarelösungen für Ärzte sind nicht gerade benutzerfreundlich und meist veraltet.

hand-2Daraus und auch aus der Verwendung unterschiedlicher Softwarelösungen resultiert das Problem, dass man immer persönlich zu verschiedenen Ärzten gehen muss und diese eventuell relevante Daten aus vorangegangenen Untersuchungen noch nicht vorliegen haben. Diese Probleme möchte healthbase mit einer neuen Software für Ärzte und Patienten lösen. Dabei sollen natürlich die Daten der Patienten sicher gespeichert werden. Hierzu erhalten Ärzte und Patienten Zugriff zu einer blockchainbasierten Applikation, mit der der Zugriff auf die Daten gesteuert werden kann. Diese Bündelung von Daten kann auch von Vorteil für die Forschung und Entwicklung sein.

Wesentliche Vorteile auf einen Blick:

  1. Patient: Alle gesundheitsrelevanten Daten sind per Knopfdruck auf der Healthcare Smartphone App verfügbar und können an Ärzte gesendet werden, um eine ganzheitliche Behandlung zu ermöglichen. Weiterhin können die Daten anonymisierten an Forschungslabore o.ä. verkauft werden.
  2. Arzt/Klinik: Als Arzt oder Klinik kann man die Daten bereits vorangegangener, sowie parallel stattfindender Untersuchungen einfach durch den Patienten bereitgestellt bekommen und erhält eine moderne und benutzerfreundliche Software für das Management innerhalb der Praxis/Klinik.
  3. Forschung: Als Labor oder Forscher kann man einfacher und kostengünstiger anonymisierte Daten über healthbase kaufen und umgekehrt eigene Erkenntnisse verkaufen.

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Ursprünglich war gar nicht geplant, die Blockchain Technologie zu verwenden- das Team  wusste gar nicht von der Existenz der Technologie. Als dann die Software in die Testphase ging und in zwei Zahnarztkliniken mit zusammen circa 160 Mitarbeitern implementiert wurde, waren die Rückmeldungen zwar positiv, allerdings gab es Skepsis bezüglich der Sicherheit der Daten (die Datensicherheit ist essentiell im medizinischen Sektor). 2017 „entdeckte“ healthbase dann die Blockchain Technologie mit deren Hilfe die ausstehenden Probleme gelöst werden können. Durch eine Partnerschaft mit der Frankfurt School of Finance and Management soll hier das benötigte Wissen akquiriert werden.

Das Team hinter healthbase besteht aus mehr als 40 Personen und 15 Ärzten und zielt auf ein ICO im ersten Quartal 2018 ab. Die Details hierzu sind noch nicht veröffentlicht, aber es könnte sich lohnen, das Projekt im Auge zu behalten.

-Lukas Fiedler

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor oder Teile des Autorenteams sind in die oben genannten Kryptowährungen selbst investiert oder werden in diese investieren.(Dies wird ab jetzt standardmäßig unter jedem Artikel erscheinen, da es sein kann, dass zu einem Zeitpunkt nach Veröffentlichung des Artikels investiert wurde).

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