MulTra: Token verdienen durch das Lesen von Nachrichten

Wer kennt es nicht? Es ist grade langweilig, man holt sein Smartphone heraus, wischt ein bisschen herum, landet in der Nachrichtenzentrale und findet einen spannenden News-Artikel. Klar, dass man den lesen möchte. Zumeist geht das auch ohne Probleme, aber in ein paar Fällen wird man nach ein paar Zeilen aufgefordert, Geld zu bezahlen. Manchmal wird erst abgerechnet, wenn ein bestimmter Betrag überschritten wird, aber auch dieses System kommt natürlich nicht gut beim Nutzer an.

Das ganze ist ein stiller Hilferuf des Verlagssystems, der Newsseiten. Während Spotify oder Netflix es geschafft haben, das Streamen von Musik oder Filmen zu monetarisieren, steckt die angesprochene Industrie fest: Nutzer erwarten ein umfassendes Onlineangebot – natürlich gratis, versteht sich. Während sich der Konsum von Nachrichten immer mehr in die digitale Welt verlagert, schrumpft der Printmedien Bereich, welcher noch Gewinne liefert und zwingt Anbieter in die oben genannten Schienen, die die Nutzer aktuell eher abschrecken. Klar, dass es immer weniger Geld gibt um Investigativjournalismus zu betreiben.

Multra 1Dieses Problem möchte MulTra mit ihrer neuen Nachrichten-App lösen. Diese bindet sämtliche News via RSS-feed ein und zeigt dem User, basierend auf seinen Präferenzen, diese Artikel. Für das Lesen eines Artikels bekommt der Nutzer dann MulTra Token ausgeschüttet und kann diese für den weiteren Gebrauch verwenden. Der weitere Gebrauch kann hierbei z.B in der Freischaltung eines sonst kostenpflichtigen Artikels oder sogar in einem Abo liegen. Bei einer solchen Freischaltung werden die Token Danne erneut an MulTra überwiesen und zum aktuellen Marktpreis in Fiat umgewandelt und an den entsprechenden Verlag weitergeleitet. Diese haben die Möglichkeit, Sponsored Posts oder Werbung gegen die Bezahlung von MulTra Token zu schalten, die dann wieder zum Erhalt durch das Lesen von Artikeln bereitstehen. Grundsätzlich brauchen Nutzer für die Verwendung der App keinen Krypto-Hintergrund, da ein eigenes Ethereum Wallet integriert ist und für den Nutzer automatisch generiert wird.

Mehr Informationen finden sich im Whitepaper oder im Telegram Channel.

Multra 2

Entstanden ist dieses Projekt als Weiterentwicklung der MulTra GmbH (MulTra steht dabei für Multiplex Transfer), die sich zunächst auf die Beratung im Bereich Digitalisierung spezialisiert hat und nun einer der wenigen Onlineanbieter für Mitarbeiterschulungen ist.  Dabei kann auch hier schon Material der Verleger, z.B Bücher, durch die Erstellung einer Schulung um das Buch stattfinden. Die Weiterentwicklung entstand dann durch die Anfrage verschiedener Verlage, die natürlich sehr an einer Monetarisierung im News Bereich interessiert sind.

MulTra ist in diesem Bereich natürlich nicht als einziger unterwegs, allerdings unterscheiden sich diese Projekte signifikant in manchen Punkten von MulTra. Einige Beispiele für solche Projekte können hier gefunden werden. Natürlich gibt es bereits einen early stage Prototypen der App, welcher allerdings momentan noch ohne Verbindung zur Blockchain läuft. Dieser kann hier eingesehen werden.

Videointerview mit CEO Onik Mia

Das ICO

Der Main-Sale ist hier leider schon unterwegs und geht bis zum 9. Juli 2018. Insgesamt werden 1 M illiarde MTT als ERC 20 Utility Token generiert, von denen 400 Millionen im Token Sale verkauft werden. Weitere 400 Millionen gehen in den Pool, aus dem Leser Token „erlesen“ können und 200 Millionen Token werden von MulTra zurückgehalten. Das Hard Cap liegt bei 24 Millionen Euro, ein Token kostet 6 Cent und Investitionen sind mit Bitcoin, Ether, USD und Euro möglich. Dabei ist noch nicht geklärt, ob die nicht verkauften Token geburned oder dem pool der App zugute kommen – hier soll auch auf die Meinung der Community und Investoren gehört werden. Sämtliche Details gibt es in aller Ausführlichkeit nochmal im Token Offer Dokument.

Abschließende Worte

Ich möchte hier an dieser Stelle noch einmal darauf hinweisen, dass es sich bei meinen Artikeln nie um Investitionsempfehlungen handelt. Es gilt DYOR. Weiterhin könnte dem aufmerksamen Leser aufgefallen sein, dass Onik Mia, CEO von MulTra, als Advisor bei CoinAnalyst aufgefürt wird. Hier hat, wie auch bei mir, nur ein Informations- und Kontaktaustausch stattgefunden – bei MulTra gibt es keinerlei Verbindung zu Savedorid.

-Lukas Fiedler

Disclaimer – Hinweis auf Interessenkonflikt: Der Autor oder Teile des Autorenteams sind in die oben genannten Kryptowährungen selbst investiert oder werden in diese investieren (Dies wird ab jetzt standardmäßig unter jedem Artikel erscheinen, da es sein kann, dass zu einem Zeitpunkt nach Veröffentlichung des Artikels investiert wurde).

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