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Decentraland: Virtual Reality Plattform auf Ethereum

Decentraland arbeitet an einer VR (Virtual Reality) Plattform, welche auf der Ethereum Blockchain läuft. Anwender können virtuelles Land kaufen und auf diesem Inhalte gestalten, welche sie dann wiederum verkaufen können. Am 17. August startet das Projekt seinen ICO. Ich muss zugeben, dass ich das Projekt auf den ersten Blick nicht ernst genommen haben, auf den zweiten Blick halte ich es aber für äußerst interessant.

Decentraland

Die Idee von Decentraland ist es ein virtuelles Ökosystem zu erstellen, welches komplett im Besitz seiner Community ist. Zum jetzigen Zeitpunkt sind vergleichbare Ökosysteme in der Hand von einzelnen Unternehmen, wodurch hohe gebühren, Restriktionen und Willkür. Durch Nutzung der Ethereum Blockchain als Basistechnologie kann volle Transparenz sichergestellt werden. Virtuelles Land (LAND) wird über Smart Contracts zur Verfügung gestellt. Somit erhalten die jeweiligen Entwickler von Anwendungen auch die vollständige Vergütung für ihre Arbeit und müssen keine Gebühren an einen Provider zahlen.

Bei LAND handelt es sich um eine endliche und einmalige Ressource, die beispielsweise mit Ethereum Name System (ENS) Domains vergleichbar ist. Somit wird der grundlegende Preis von LAND bei zunehmender Nachfrage steigen. Besitzer von LAND können jegliche Form von Content darauf verankern. Hierbei könnte es sich beispielsweise um statischen 3D-Content oder virtuelle Shops handeln.

Für Anwendungen im Decentraland-Ökosystem lassen sich jede Menge Beispiele aufzählen. So können beispielsweise Anwendungen im Bereich Gaming oder Gambling erstellt werden, welche diverse Features, wie virtuelle Objekte, Texturen, Klänge, Zahlungen etc. besitzen können. Jeglicher Content kann angepasst oder verändert werden, wodurch sich eine Art Wettbewerb entwickeln wird. Da Advertising auch in Decentraland möglich ist, kann beispielsweise eine virtuelle Kopie des Time Square in New York programmiert werden, woraus Werbende den Besitzer des LAND für Anzeigen bezahlen.

Auf der technischen Seite besitzt das Decentraland-Protokoll drei verschiedene Layer:

  • Auf dem Consenus Layer wird Besitz sichergestellt.
  • Auf dem Land Content Layer wird sichergestellt, dass sie virtuelle Assets in das System laden lassen.
  •  Auf dem Real-time Layer können User direkt miteinander interagieren.

Das Team hat bereits eine Demoversion fertiggestellt und eine Roadmap veröffentlicht. Hierfür und für mehr Informationen kann man sich das Whitepaper oder die Website ansehen.

Team

team decentraland

Das Team von Decentraland liest sich sehr beeindruckend, da hier sehr viel Blockchain-Expertise zu finden ist. Esteban Ordano und Manuel Araoz sind beide Co-Founder von Open Zeppelin, dem möglicherweise geachtetsten Untenehmen für Smart Contract Auditing. Open Zeppelin hat unter anderem die Crowdsale Contracts von Projekten wie Golem, Brave order Blockchain Capital auf Herz und Nieren überprüft. Zusätzlich gehen aus dem Decentraland weitere Blockchain-Projekte und -Lösungen, wie Proof of Existence, Streamium oder Bitcore hervor. Adviser des Projekts sind außerdem namenhafte Größen, wie Luis Cuence (Gründer Aragon) oder Jake Brukhman (Gründer CoinFund). Alles in allem versammelt sich bei Decentraland ein enormes Blockchain-Wissen, mit einem Team, das weitläufige Kontakte hat.

ICO

ico distribution

Am 17. August startet Decentraland seinen ICO, in dem 40% aller MANA Tokens verkauft werden. LAND ist ein unbewegliches digitales Asset und kann mittels MANA (1000 MANA = 1 LAND) erworben werden.

 

bonus levels

Der ICO hat ein Cap bei $20 Mio. und besitzt verschiedene Bonusstufen, die von 40% Bonus bis auf 0% im Zeitverlauf absinken.

 

 

Was ich von dem Projekt halte

Ich muss zugeben, dass ich das Projekt auf den ersten Blick nicht wirklich ernst genommen habe. Dies hat sich nach einem zweiten Blick allerdings geändert. Aus diesem Grund kann ich allen Lesern nur empfehlen, sich etwas genauer mit Decentraland zu beschäftigen (beispielsweise 1-2 YouTube Videos gucken). Meiner Meinung nach kann Decentraland durchaus zu einem sehr großen und erfolgreichen Projekt heranwachsen, was auch an der Güte des Teams liegt.

VR Hardware und Software wird im Zeitverlauf immer günstiger und zeitgleich besser werden, weshalb kein Zweifel besteht, dass der VR-Markt wächst. Unter den Lesern des Altcoinspekulanten herrscht wahrscheinlich ebenfalls die Meinung, dass der Blockchain-Markt ebenfalls weiter wächst. So befindet sich Decentraland ist zwei starken Wachstumsmärkten und bietet Investoren so die potentielle Möglichkeit das Wachstum beider Märkte mitzunehmen. Die Kombination der Technologien VR und Blockchain ermöglicht es Zentralisierung auszuschließen und somit fair und transparent virtuelles Land zu erwerben und zu „bebauen“.

Als endliche und nicht-bewegliche Ressource steigt der Wert von LAND bzw. MANA mit höherer Nutzung des Netzwerks, worauf potentielle Investoren spekulieren können. Sollte man ein Interesse am ICO haben, sollte man ganz klar direkt investieren um den höchstmöglichen Bonus von 40% mitzunehmen. Der ICO wird meiner Meinung nach nicht augenblicklich dicke Renditen bringen und sollte daher als mittel- bis langfristiges Projekt angesehen werden. Es ist einfach unrealistisch, dass VR-Produkte in kürzester Zeit Mainstream werden – in 3 bis 4 Jahren halte ich es allerdings für durchaus möglich.

-Lennart Ante

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor oder Teile des Autorenteams sind in die oben genannten Kryptowährungen selbst investiert oder werden in diese investieren.(Dies wird ab jetzt standardmäßig unter jedem Artikel erscheinen, da es sein kann, dass zu einem Zeitpunkt nach Veröffentlichung des Artikels investiert wurde).

Exklusiv: Das Pre-ICO von Modum!–Ein Gastbeitrag von Markus Bohl

Heute findet eine exklusive Premiere beim Altcoinspekulant statt. Etwas, was es in dieser Form noch niemals auf diesem Blog gegeben hat: Die exklusive Ankündigung eines Pre-ICO mit sattem Rabatt auf den Ausgabepreis und einer äußerst geringen Zeichnungssumme. Also genau die Faktoren welche ein Pre-ICO im Verhältnis zu einem späteren ICO umso interessanter machen! Genau diese Chance hat mich dazu bewogen noch einen letzten Beitrag hier zu verfassen. Es geht um das Pre-ICO von Modum. Bei Modum handelt es sich um ein Schweizer Start-Up mit Sitz in Zürich. Modum wurde zwar erst im Jahr 2016 gegründet hat aber bereits einen Blitzstart hingelegt und wurde beim Schweizer Förderprogramm „Kickstart Accelerator“ mit dem ersten Preis in der Kategorie „Future & Emerging Technologies“ ausgezeichnet und hat bereits bezahlte Pilotprojekte mit grossen Playern im Schweizer Markt erfolgreich abgeschlossen.

Das Unternehmen hat in Zusammenarbeit mit dem Institut für Informatik der Universität Zürich eine technische Lösung entwickelt, um die Temperatur beim Transport von Medikamenten zu überwachen. Dabei wird ein Sensor in das Medikamentenpaket beigelegt und zeichnet die Temperatur während des Transports auf. Beim Empfänger werden die Daten des Sensors dann ausgelesen und direkt an die Ethereum Blockchain übermittelt und darin gespeichert. Damit sind sie fälschungssicher und nachträglich nicht mehr veränderbar. Diese Technologie soll Kostenersparnisse von bis zu 50% ermöglichen, da bei einem Einsatz der üblichen Kühltransporter auch Medikamente gekühlt werden, bei denen dies nicht zwingend notwendig wäre. Dies hängt mit regulatorischen Vorgaben zusammen, die eine Temperaturüberwachung für sämtliche Medikamente vorsieht, auch für Temperatur-unempfindliche. Solche Medikamente könnten dann in der Zukunft schlicht per Postpaket inklusive eines Sensors verschickt werden, was eine erhebliche Kosteneinsparung bedeuten würde. Die Hardware ist kurz vor der Serienreife und soll bereits im August voll funktional vorliegen. Zu diesem Zeitpunkt kommt evtl. auch ein Deal mit der Schweizer Post zustande, welche mit dem Einsatz von Modum-Sensoren viele zusätzliche Paketkunden zusätzlich gewinnen könnte. Also eine Win-Win-Situation. Für die Zukunft sind weitere Sensoren und Anwendungsgebiete geplant. So könnten die Sensoren auch bei Lebensmittellieferungen zum Einsatz kommen. Oder lichtempfindliche Sensoren, welche feststellen können, ob das Paket während des Versands geöffnet worden ist. Oder Erschütterungssensoren, welcher fragilen Transportgütern wie Glas oder Flatscreen-Monitoren beigelegt werden. Es gibt bereits vielfache Ideen für eine Weiterentwicklung mit verschiedensten Anwendungsgebieten.

modum idee

Kommen wir zu den Details des ICOs: Zunächst findet das Pre-ICO statt. Dabei werden maximal 2.1 Millionen der 30 Millionen Token angeboten. Der Rabatt liegt dabei bei 50% auf den Ausgabepreis von USD 1.00. Beim Pre-ICO kann also eine Gesamtsumme von maximal USD 1.05 Millionen investiert werden. Die Tokens geben den Investoren das Recht, am Gewinn von modum.io zu partizipieren, indem Zahlungen in Höhe der beschlossenen Dividenden an die Tokenholder ausgeschüttet werden. Das Pre-ICO dient in erster Linie dazu, die Kosten für das ICO abzudecken und fällt deshalb nicht besonders groß aus. Ist das Pre-ICO überzeichnet, fallen die Investoren in die jeweils vorgesehenen Bonustöpfe des ICO, mit etwas tieferen Bonis, was selbstverständlich dann auch klar angezeigt wird. Das offizielle ICO soll im September stattfinden. Dabei werden nochmals bis zu 18 Millionen Token angeboten. Sollten hier nicht alle Token verkauft werden können, werden die überzähligen Anteile konsequent ausgebucht/verbrannt. Es bleiben 10 Millionen Token übrig. Hier kommt eine weitere interessante Besonderheit bei Modum ins Spiel: Diese fließen nicht einfach den Modum-Eigentümern zu, sondern sie müssen sich die Token über erreichte Milestones Stück für Stück verdienen. Das spannende dabei ist, dass die Token-Halter selbst über das Erreichen dieser Milestones abstimmen werden. Nur wenn die Mehrheit zustimmt, werden die Token Stück für Stück freigeben. Eine hervorragende Idee auch die Community aktiv zu halten und auch ein Beweis dafür, dass es das Modum-Team ernst meint der Weiterentwicklung. Wenn Sie nicht liefern und die Community nicht überzeugt werden kann, dann fällt auch ihr Anteil an Modum-Token viel kleiner aus. Ein Mechanismus den man sich für jedes ICO gerne wünschen würde.

Neben der Weiterentwicklung verschiedenster Sensoren je nach Anwendungsbereich ist Modum auch anderen Crypto-Protokollen gegenüber offen. So sind bereits die Meilensteine definiert, dass in der Zukunft auch IOTA, Tezos oder ein anderes Protokoll für die Anbindung der Sensoren genutzt werden können. Das Team will sich nicht auf Jahre hinweg an Ethereum binden und ist hier flexibel.

Fazit: Modum bietet ein sehr gutes Gesamtpaket. Das Team hat in kurzer Zeit sehr viel erreicht und bietet sehr gute Zukunftsperspektiven. Modum nutzt die Blockchain auf sinnvolle Art und Weise und ist nicht irgendein ERC 20-Apptoken. Die Firma hat in ihrem einjährigen Bestehen schon ein bemerkenswertes Tempo vorgelegt und es deutet vieles darauf hin, dass die nächsten Jahre äußerst erfolgreich werden können.

Die Nachfrage nach dem Pre-ICO wird das Angebot bei Weitem übersteigen. Das Altcoinspekulant-Team muss deshalb zu besonderen Mitteln greifen um das Community-Building zu ermöglichen: Interessenten können sich zwar ab dem 8. August unter https://modum.io/tokensale für den Pre-ICO mit Ihrer E-Mail Adresse anmelden und das Whitepaper und weitere Informationen bekommen, die Möglichkeit des Investierens bekommen allerdings nur vorab ausgewählte wichtige Multiplikatoren der Crypto-Community. Es steht eben nur eine beschränkte Anzahl von Tokens im Pre-ICO zur Verfügung und diese müssen sinnvoll im Hinblick auf das zukünftige Community-Building verteilt werden. Modum bittet um Verständnis für diese restriktive Vorgehensweise. Aber nur so lässt sich vermeiden, dass sich wenige „ICO-Flipper“ ohne langfristiges Interesse einen Großteil der Token nur unter spekulativen Gesichtspunkten sichern. Und ab September dann steht das „große“ ICO allen Investoren ohne Einschränkung offen. Wer also jetzt leer ausgeht hat bereits in wenigen Wochen eine erneute Chance!

-Markus Bohl

Disclaimer: Hinweis auf Interessenkonflikt – Der Autor wird selbst in das Modum Pre-ICO investieren.

Investment vs. Spekulation vs. Spiel anhand des Beispiels Minereum (MNE)

In diesem Post möchte ich auf die Unterschiede von Spekulant und Investor eingehen, sowie die aktuelle Marktsituation erklären und anhand dessen das Projekt Minereum analysieren.

Investor vs. Spekulant vs. Spieler

Ein Investment liegt immer dann vor, wenn nach einer gründlichen Analyse in erster Linie Sicherheit und erst im Anschluß daran eine zufriedenstellende Rendite steht. – Benjamin Graham 

Verwendet man Grahams Sichtweise kommt man unweigerlich zu dem Schluss, dass der gesamte Krypto Markt kein Investment darstellt, sondern höchstens Spekulation. Dies ist der Fall durch das vergleichsweise geringe Alter des Markts und die vielen (teilweise unvorhergesehenen) Gefahren für diesen. Während Graham eine vergleichsweise negative Meinung über den Spekulanten hat (mit Spekulation verdient man langfristig kein Geld) und sich auf die Analyse des Investors fokussiert, unterscheidet der Börsenguru André Kostolany zusätzlich zwischen Spekulanten und Spielern. Die erstere Gruppe macht sich Gedanken um ihre spekulative Anlage und hat zuvor den Markt analysiert. Die Spieler hingegen spielen wortwörtlich mit ihrem Geld und informieren sich nicht, bevor sie eine Anlage tätigen. Ein weiterer Unterschied ist das Durchhaltevermögen und der Umgang mit Emotionen. Der Spieler neigt zu „Panic-Sells“ und lässt sich vom Markt leicht beeinflussen, wohingegen der Spekulant wohl überlegt und mit wenig Emotionen vorgeht.

Die aktuelle Situation

Nach einem sehr langen Bullenmarkt und einem drastischen Anstieg von ICOs und deren eingesammelten Volumina ist der komplette Krypto Markt seit circa einer Woche in einem Abwärtstrend. Es stellt sich die Frage, wie es zu diesen intensiven Bullenmärkten und Abwärtstrends kommen kann. Um diese Frage beantworten zu können muss man zuerst folgendes verstehen: Der Preis (sei es an der Börse oder am Krypto-Markt) wird nur direkt durch die Nachfrage beeinflusst. Wird mehr gekauft als verkauft steigt der Preis und umgekehrt. Positive oder negative Nachrichten wirken sich nur dann auf den Preis aus, wenn aufgrund dieser Spekulanten und/oder Spieler zum Kauf oder Verkauf bewegt werden. Nun zum ersten Teil der Frage: Wie konnte es zu so einem gigantischen Bullenmarkt kommen, der zu enormen Gewinnen bei nahezu jeder Coin führte?

Ein Hauptgrund hierfür ist sicherlich der konstante Zufluss an Spekulanten, die Kryptowährungen „entdeckt“ haben und so für eine steigende Nachfrage (und somit einen steigenden Preis) nach Bitcoin erzeugt haben. Hier kommt nun die Psychologie der bereits im Markt vorhandenen Spieler (aus denen der Krypto Markt hauptsächlich besteht) ins Spiel. Diese bemerken, dass der Bitcoin Kurs steigt und kaufen nun auch mehr Bitcoin, da sie davon ausgehen sich in einer starken Aufwärtsbewegung zu befinden. Dieser Effekt verstärkt sich natürlich mit steigendem Kurs weiter. Wie kommt nun der Anstieg nicht nur von Bitcoin sondern des gesamten Marktes zustande?

Zunächst hängen viele Altcoins von den Kursbewegungen von Bitcoin ab, da die Stimmung der Spieler an Bitcoin gekoppelt ist. Durch die Euphorie des Bitcoin Anstiegs und die meist ausschließlich positive Erfahrung vorangegangener Investments (beispielsweise ICOs) steigt nun die Nachfrage nach Altcoins. Auch hier gibt es den Effekt, dass ein Anstieg an sich sich selbst verstärkt. Am Hochpunkt der Aufwärtsspirale gibt es kaum eine Möglichkeit sein Geld sinnvoll anzulegen, da jede Coin bereits stark angestiegen ist. Zu diesem Zeitpunkt stürzen sich Spieler auf sämtliche Chancen ihr Geld anzulegen, wobei ihnen dabei völlig egal scheint welchen Use-case ein Projekt hat oder bei welchem Preis es steht. Dies führt beispielsweise zu Rekord-ICOs wie wir sie in letzter Zeit häufiger gesehen haben (BAT, Banco, Tezos…). Anleger hoffen dabei, basierend auf den überaus positiven Emotionen, die in der Vergangenheit mit einem ICO verbunden wurden, auf schnelle Gewinne. Dabei wird vernachlässigt, dass vergangene ICOs im wesentlich kleineren Rahmen und mit geringer Reichweite abgehalten wurden. So konnte nach dem ICO der Preis ansteigen. Bei den aktuell aufkommenden Projekten investieren allerdings große Teile des Marktes bereits während der ICO und nicht danach. Hierdurch kommt es zu einer Überbewertung und die Nachfrage (zusammen mit dem Preis) fällt nach dem ICO. Aktuell sollte man also das Ende der ICOs abwarten und später zu günstigeren Preisen ggf. kaufen.

Ist dieser Hochpunkt erreicht und ein Großteil der Coins am Markt überbewertet, reicht schon ein kleines Ereignis um den Markt in einen Abwärtstrend zu stürzen. Im aktuellen Fall ist dies höchstwahrscheinlich die Angst vor einer Bitcoin-Fork gewesen. Die ersten Anleger beginnen nun, durch Emotionen verleitet, (noch) mit Gewinn zu verkaufen. Der Preis allerdings beginnt nun aufgrund eines Überangebotes am Markt zu fallen. Wie auch beim Aufwärtstrend kommt es hier zu einer Verstärkung der Abwärtsbewegung durch das fallen der Kurse an sich: Die Anleger bekommen Angst vor Verlusten und verkaufen sogar teilweise tatsächlich mit Verlust, da sie einen noch tieferen Sturz des Marktes vermuten. Diese Spirale endet in einer Unterbewertung verschiedener Coins zu der Spekulanten wieder zu einem Kauf bereit sind.

Buy-Sell
Ein ganz normaler Tag am spielerdominierten Krypto Markt

Bei diesen Stürzen (aber nicht nur bei diesen, sondern auch langfristig gesehen) verlieren besonders Projekte, die einen schwachen Use-case oder fast keine technologische Weiterentwicklung aufweisen.

Es ist also empfehlenswert zu jeder Zeit zum Kreis der Spekulanten zu gehören und sich Gedanken um jede Geldanlage zu machen. Ansonsten kann es schnell passieren, dass man in Projekte mit schwachem Use-case investiert, die langfristig keine Chance am Markt haben. Zudem ist man ohne die nötigen Nachforschungen viel anfälliger für Panikverkäufe oder emotionsgesteuertes Verhalten. Folgende Fragen können bei der Evaluation eines Projektes helfen:

  • Besitzt der Use-case einen gesellschaftlichen Mehrwert oder stellt das Projekt einen technologischen Fortschritt dar?
  • Bin ich persönlich vom Erfolg des Projektes überzeugt? (Diese Frage darf man nicht unterschätzen. Man selbst muss mit einer Geldanlage leben können, ansonsten ist man anfälliger für Panikverkäufe. Man muss bei einer guten Anlage emotional in der Lage sein einen Bärenmarkt zu überstehen!)
  • Wer steht hinter dem Projekt? Wer sind die Entwickler? Welche Reputation genießen diese?
  • Gibt es fertige und echte Anwendungsfälle (oder mit welcher Wahrscheinlichkeit wird es diese geben)?
  • Ist das Projekt eine Kopie existierender Technologie?

Anhand dieser Erkenntnisse möchte ich nun auf Minereum eingehen.

Was ist Minereum?

Minereum ist ein Token, welches sich über einen Ethereum smart contract eigenständig mined. Das Mining ist dabei an das der Ethereum Blockchain geknüpft. Hierzu wurden zu Beginn Ethereum Adressen (sogenannte Genesis Adressen) auf verschiedenen Foren gesammelt, die nun pro ETH Block je 0.00032 MNE automatisch erhalten. Insgesamt erhält jede der existierenden Genesis Adressen über einen Zeitraum von ca. 47 Jahren 32000 Minereum Coins. Minerum arbeitet daran, einen einfachen Service zur Erstellung von ERC23 und ERC20 Token (>was ist ERC20?) für Jedermann anzubieten. Dieser Service funktioniert bereits für ERC20 tokens und kostet momentan 1 MNE (Minerum). Zusätzlich soll bald eine App entwickelt werden, die basierend auf GPS Koordinaten Minereum verteilt und so möglichst viele neue Nutzer mit der Krypto-Welt vertraut machen soll. Weiterhin sind laut der Roadmap eventuell eine Lotterie sowie ein Minereum Faucet geplant. Momentan sind circa 571.114 MNE im Umlauf, wobei sich der Preis von einem MNE auf etwa $1,3 (mit einem Allzeithoch von extremen $12) beläuft. Minereum wird auf Livecoin, HitBTC und Cryptopia gehandelt.

Analyse von Minereum hinsichtlich einer überlegten Spekulation

Hier möchte ich zunächst auf den Mining Prozess von Minereum eingehen. Dabei stellt sich mir als erstes die Frage, warum Minereum überhaupt „Mining“ benötigt. Es werden hier Token basierend auf ETH Blocks ausgeschüttet, aber genauso gut hätte man einfach sämtliche Token sofort zur Verfügung stellen können, da keine Miner benötigt werden. Das smart contract Mining ist aber laut Minereum Webseite das Alleinstellungsmerkmal. Zudem besteht besteht die Frage, ob Minereum es schaffen kann einen zukunftsträchtigen Use-Case zu etablieren. Das Erstellen von eigenen ERC20/23 Token mit nur einer Minereum Transaktion ist zwar ein nettes Gimmick, kann aber langfristig nicht genug Nachfrage generieren (höchstens Spielerei, da auch hinter den meisten erzeugten Token vermutlich kein Use-case stehen wird). Auch eine Lotterie und die oben erwähnte App bilden noch keinen gut durchdachten real-life Use-Case. Bezüglich des Entwicklers oder des Teams hinter Minereum findet man auf der Webseite nichts. Zusätzlich muss man noch erwähnen, dass die Distribution von Minereum nicht wirklich fair genannt werden kann, da es durchaus Partizipationen mit weit mehr als einer Genesis Adresse gab.

Zusammenfassend stellt Minereum für mich keine überzeugende Geldanlage dar. Der aktuelle Use-case wirkt schwach und dies wird durch die Roadmap nicht genug kompensiert. Dies bedeutet nicht, dass man durch Spielerei nicht doch Gewinne mit MNE machen kann, allerdings schätzte ich das Risiko für eine überlegte Spekulation als zu hoch ein.

Zuletzt noch zwei Buchempfehlungen zum Thema Investition und Spekulation:

-Lukas Fiedler

Coinlend: der benutzerfreundliche Bot für Margin-Lending

Margin Lending stellt eine attraktive Möglichkeit für Langzeitinvestoren dar, mit lagernden Coins oder USD zusätzlich Geld zu verdienen. Dieser Post beschäftigt sich mit dem Grundprinzip Margin Lending und einem Bot, der den lending Vorgang automatisiert.

(Margin) Lending-Was ist das überhaupt?

Lending bedeutet nichts anderes als etwas zu Verleihen. Entsprechend bezogen auf die Krypto-Welt: Bitcoin, Altcoins, oder auch USD zu einem bestimmten Zinssatz zu verleihen. Dazu gibt es verschiedene Seiten, auf denen man als Privatperson an andere Privatperson Kredite vergeben kann. Dies ist für diesen Post aber nicht weiter von Belang. Im Gegensatz zum Lending beschreibt das sogenannte Margin-Lending das verleihen von Coins/USD an Trader, die mit dem geliehenen Geld auf den Anstieg oder den Fall einer Coin wetten. Ersteres wird als Long-Position, letzteres als Short-Position bezeichnet.

Wie funktioniert ein Short/Long?

Ein Beispiel: Ernie denkt, dass das Währungspaar BTC/USD fallen wird. Da Ernie auf den fallenden Preis wetten möchte, leiht er sich auf Poloniex (oder Bitfinex) durch Margin-Lending einen Bitcoin von Frank. Somit ist Ernie nun verpflichtet Frank zu gegebener Zeit in der Zukunft einen Bitcoin plus Zinsen zurückzuzahlen. Ernie verkauft den geliehenen Bitcoin anschließend für 2600USD. Am Tag darauf ist der Bitcoin Preis gefallen und ein Bitcoin kostet nur noch 2200USD. Das sind großartige Neuigkeiten für Ernie, denn er kann jetzt den Bitcoin, den er Frank schuldet, für 2200USD zurückkaufen. Sein Gewinn würde sich somit auf 400USD abzüglich der Zinsen für Frank belaufen. Analog würde ein Long ablaufen, nur dass sich Ernie in diesem Fall USD leihen würde um Bitcoin zu kaufen. Frank ist in diesem Beispiel der Verleiher, der mit seinen auf der Börse lagernden Coins Zinsgewinne erzielt.

Margin Lending: Welche Risiken bestehen beim Verleihen?

Was würde jetzt allerdings passieren, wenn in dem oben genannten Beispiel der BTC/USD Kurs stark ansteigt und Ernie nicht genug Geld hat, um den Bitcoin zurückzuzahlen? Dies ist durch die Börsen gelöst, die Margin-Trading & Lending anbieten (zu den bekanntesten gehören Poloniex und Bitfinex): Möchte man einen Long oder Short eingehen, so haftet man automatisch mit seinen restlichen Coins/USD hierfür. Geht ein Short/Long nach hinten los, so wird dieser zudem automatisch geschlossen, sobald der Verlust die Absicherungsgrenze erreicht. Das Risiko, dass geliehenes Geld nicht zurückgezahlt wird ist also extrem unwahrscheinlich und ist nur dann überhaupt möglich, wenn der automatisierte Prozess, der den Verlust mit der verfügbaren Sicherheit vergleicht, überlastet und somit „verspätet“ ist (ein solcher Fall ist mir bis heute nicht bekannt geworden und ist äußerst unwahrscheinlich). Ein tatsächliches Risiko hingegen stellt die Börse an sich sowie der komplette Krypto-Markt dar. Während das Risiko des Zusammenbruchs des kompletten Krypto-Markts ein eher geringes Risiko darstellt, kann die Börse auf der man Lending betreibt jederzeit gehackt werden. Weiterhin muss man bedenken, dass man nicht einfach aus einem laufendem Verleih „aussteigen“ kann. Die Liquidität ist somit eingeschränkt.

Margin Lending: Welcher Gewinn kann erzielt werden?

Dennoch sind die eben genannten Risiken verglichen mit dem Trading von Altcoins relativ gering. Da die Zinssätze wie auch beim Altcoinhandel durch Angebot und Nachfrage bestimmt werden, sind diese relativ variabel und bewegen sich circa zwischen 0.02% und 0.04% pro Tag. Auch wenn das erstmal gering klingt, summiert sich das über ein Jahr zu 7-10% auf, was teilweise sogar besser ist als sein Geld am Aktienmarkt anzulegen. Hier sei angemerkt, dass die Börsen einen Betrag von 15% des Gewinns für sich behalten. Um mit dem Verleihen zu beginnen, muss man zunächst die zu Verleihenden Coins auf das Lending Wallet des Börsenaccounts bewegen. Anschließend kann man manuell beginnen damit Coins zu verleihen, langfristig ist dies aber zu viel Aufwand, weshalb ich an dieser Stelle den Coinlend Bot vorstellen möchte.

coinlend zinsen
Aktuelle Zinnsätze pro Jahr bei gleichbleibenden Zinnsätzen pro Tag

Der Coinlend Bot

Anstatt seine Lendings manuell zu verwalten kann man diese durch die Börsen API und einen Bot automatisch gestalten lassen. Dies verursacht wesentlich weniger Arbeit und garantiert, dass seine Coins durchgängig verliehen sind. Hierzu gibt es verschiedene open source Optionen, die allerdings für Einsteiger nicht besonders geeignet sind. An dieser Stelle kommt Coinlend ins Spiel. Coinlend ist ein kleines, über Deutschland verteiltes Entwicklerteam, welches einen Bot speziell für Margin Lending auf Poloniex und Bitfinex entwickelt hat. Um den Bot zu verwenden, muss man sich lediglich einen Account auf www.coinlend.de erstellen und die entsprechende API Schnittstelle der Börse mit diesem verlinken. Der Bot ist zwar nicht Open Source, hat aber meiner Meinung nach ein paar bestechende Features, die ihn für Einsteiger äußerst geeignet machen:

  • Der Bot verleiht automatisch nach dem besten Zinssatz. Jeder Verleih kann durch Feedback bewertet werden, durch das sich der Algorithmus des Bot verbessert
  • Einfaches und verständliches User Interface, gepaart mit guten Tutorials
  • Kein Risiko durch das hinterlegen von API Keys! Diese können so angelegt werden, dass sie keinen Zugriff auf Trading, Funding oder Account Informationen haben. Der Coinlend Bot kann also nur Geld verleihen-niemals mehr!
  • Neben der Fähigkeit einzustellen, welche Coins verliehen werden sollen, kann man auch eine gewünschte Menge reservieren, die nicht verliehen werden soll. Weiterhin gibt es die Option immer nur für maximal 2 Tage zu verleihen.
  • Der Bot ist komplett gratis und wird nur über freiwillige Spenden finanziert

Momentan kann man mit Coinlend lediglich auf Poloniex und Bitfinex verleihen, allerdings ist eine Erweiterung um z.B Quoine geplant. Hier geht es zu den entsprechenden Tutorials zu Poloniex und Bitfinex. Es gilt dabei zu beachten, dass diese jeweils eine Mindestverleihgrenze haben. Die spezifischen Mindestwerte können in der Coinlend FAQ gefunden werden.

Einschätzung

Meiner Meinung nach stellt Margin-Lending eine attraktive, zusätzliche Einnahmequelle für Langzeitinvestoren sowie für Investoren mit niedriger Risikobereitschaft dar. Um hier das Risiko möglichst gering zu halten, rate ich davon ab mit seinem gesamten Portfolio Margin Lending zu betreiben und die für das Lending bereitgestellten Mittel über die verfügbaren Börsen zu verteilen. Zudem halte ich Coinlend für eine sehr gute Option, um Margin Lending automatisiert zu betreiben.

Wichtiges Update: Die entsprechenden Kursgewinne der Coins, die man zum Lending benutzt sind NICHT nach einem Jahr steuerfrei, sondern erst nach 10 Jahren und die Ertraege aus dem Lending werden pauschal mit 25% versteuert. 

-Lukas Fiedler

Tezos: Die sich selbst anpassende Blockchain

Tezos. Jeder, der sich mit Altcoins und ICOs beschäftigt, hat zwangsweise bereits diesen Namen gehört. Nach dem Entwicklungs-Start in 2014 beginnt nun am 1. Juli um 8 Uhr morgens deutscher Zeit das Initial Coin Offering!

Welche Probleme will Tezos lösen?

Folgendes Beispiel wird zur Verdeutlichung der aktuellen Situation in der Krypto-Welt verwendet (Quelle: Tezos Position Paper, Seite 3):

Man stelle sich den Vergleich zwischen Krypto-Währungen und einem Smartphone vor. Alle paar Wochen erscheint ein neues Smartphone auf dem Markt, oft ausgestattet mit neuen Features und neuer Technik. Obwohl Menschen, die ein altes Smartphone besitzen, eventuell neidisch auf diejenigen mit dem neuesten Modell sein können, bedeutet dies nicht, dass die alten Smartphones nicht mehr funktionieren. Was würde sich ändern, wenn nun alte Smartphones nicht mehr mit den neuen Modellen/Designs kompatibel wären? Der Wert eines Smartphones wäre abhängig von den Nutzern genau dieses Modells, viel geringer!

Eine solche Situation haben wir zurzeit betreffend Kryptowährungen. Für jede neue Innovation entsteht zurzeit eine neue Blockchain, es werden kaum bestehende Chains verbessert. Wie auch, wenn die einzigen Möglichkeiten eine Sidechain oder eine Fork sind. Weiterhin wird von Tezos angesprochen, dass in etablierten Proof-of-Work Systemen anstatt der Stakeholder einige große Mining Pools immer mehr Macht bezüglich Netzwerkentscheidungen bekommen/haben.

Wie löst Tezos die angesprochenen Probleme?

Tezos ist eine Blockchain, welche sich verändern kann. Dies wird realisiert, indem Stakeholder mehrheitlich, anhand bestimmter Regeln, für eine Veränderung stimmen.  (Je mehr Token man besitzt, desto mehr Stimmrechte hat man). Diese wurde zuvor in einem Testnetz getestet. Subjekt der Veränderung kann, wortwörtlich, alles sein. Das Wort „alles“ schließt hier sogar die Bedingungen einer Abstimmung und Annahme einer Veränderung mit ein. Weiterhin verwendet Tezos zu Beginn anstatt Proof-of-Work einen „Delegated Proof-of-Stake“ (DPOS) Algorithmus, welcher es jedem Tezos Halter ermöglicht, an der Blockerstellung teilzunehmen (oder einen Delegierten für sich zu bestimmen; je höher dabei der Tezos-Betrag hinter einem Delegierten, desto öfter wird dieser Blöcke erstellen). Aufgrund des Potenzials zur Veränderung ist es allerdings auch möglich, dass in Zukunft dieses System verändert wird, beispielsweise hin zu einem Proof-of-Work Algorithmus oder sogar zu einem zentralisierten Protokoll (die Tezos Foundation vermutet einen Verbleib beim DPOS). Ein besonderes Augenmerk haben die Entwickler bei der Programmierung auf die mathematische Beweisbarkeit des Codes gelegt (mathematische Beweise von Software sind aufwendig, stellen aber sicher, dass sich keine Logik-Fehler im Code befinden). Um die Beweisbarkeit zu vereinfachen wurde Tezos in der Programmiersprache OCaml geschrieben (als Smart Contract Sprache wurde Michelson verwendet).

Smart Contracts? Check. 100% private Transaktionen? Geplant.

Ähnlich wie Ethereum, sind auch in Tezos die Erstellung von Smart-Contracts (ein Stück Code hinter einer Adresse, welcher durch eine Transaktion zu dieser Adresse eine vorbestimmte Aktion durchführt) möglich. Ein Unterschied ist dabei, dass Smart Contracts in Tezos nur eine begrenzte Anzahl an Schritten zur Ausführung zur Verfügung haben (in Ethereum ist diese unbegrenzt, allerdings steigen die Transaktionskosten proportional zur Komplexität). Da die meisten Smart Contracts nicht allzu kompliziert sind, sind in Tezos die Anzahl der Schritte, die pro Transaktion durchgeführt werden können, begrenzt. Dies verhindert laut dem Position-Paper zudem CPU-basierte DDoS Attacken. Als ein zusätzliches Feature sind komplett anonyme Transaktionen, wie zum Beispiel ZCash sie ermöglicht, geplant (nicht umsonst wird der Leiter des ZCash Projekts, Zooko Wilcox, als Berater aufgeführt). Dazu soll zunächst ein spezieller Token auf der Tezos Blockchain eingeführt werden. Dieser würde ZCash Technologie verwenden und wäre 1 zu 1 gegen Tezos eintauschbar. Langfristig ist dieses Feature für die komplette Tezos Blockchain geplant.

Das Tezos Team & die Foundation

Die Tezos Blockchain wird primär von Dynamic Ledger Solutions Inc., einem US basierten Unternehmen entwickelt. Gegründet wurde dieses Unternehmen unter anderem von Kathleen und Arthur Breitman. Weiterhin stehen momentan 10 weitere Core Entwickler hinter Tezos, die hauptsächlich in Paris ansässig sind. Diese werden besonders im Anfangsstadium die Entwicklung und Adaption von Tezos vorantreiben. Das Entwicklerteam kooperiert dabei mit OCamlPro, einer Softwarefirma, die sich auf die Programmiersprache OCaml spezialisiert hat. Die Gründer von Tezos hielten es für sinnvoll, dass die ersten Schritte auch durch eine Tezos Foundation unterstützt werden. Diese ist unabhängig und in der Schweiz angesiedelt. Sie besteht zurzeit aus Johann Gevers, Diego Ponz, und Guido Schmitz- Krummacher und besitzt, beginnend ab dem Genesis Block, ein einjähriges Vetorecht bezüglich Veränderungen der Tezos Blockchain.

tezos plan

Das Initial Coin Offering

Sämtliche Infos können unter https://crowdfund.tezos.com gefunden werden (stelle sicher, dass du die richtige Seite besuchst!). Start des Initial Coin Offerings ist der 1. Juli um 8 Uhr morgens und dauert 2000 BTC Blocks (ca 2 Wochen). Dabei gibt es einen Bonus, der sich, beginnend bei 20%, alle 400 BTC Blocks (ca. 2 Tage und 18 Stunden) verringert.

tezos bonus

Zwischen September 2016 und März 2017 wurden bereits $612,000 von Hedge-Fonds zur Finanzierung einiger letzter Schritte gesammelt. Diese werden mit einem Bonus über 31,48% in dem ICO berücksichtigt. Weiterhin hat der Milliardär Tim Draper angekündigt, in Tezos zu investieren. Zu Beachten ist für Anleger, dass es bei Tezos kein ICO-limit gibt.

Insgesamt finde ich Tezos persönlich sehr spannend und kann kaum erwarten, wie die Evolution dieser Blockchain beginnt. Es gibt jedoch einen wichtigen Punkt, weshalb ich nicht an dem ICO teilnehmen werde: Es gibt, wie bereits erwähnt, kein ICO-Limit. In der Vergangenheit wurden bei ICOs stark steigende Geldbeträge eingesammelt, und Tezos ist ein bereits seit längerer Zeit gehyptes Projekt.

ICO trend
ICO Trend; Quelle: Twitter @myetherwallet

Ich vermute daher, dass sämtliche Interessenten innerhalb der zwei Wochen in das Projekt investieren werden. Dies wiederum resultiert meiner Meinung nach in einem  neuen Rekord bezüglich des eingesammelten Geldes. Dadurch gibt es kaum Raum für kurzfristige und mittelfristige Gewinne und es ist eventuell mit einem Preisverfall nach der ICO zu rechnen, bei dem sich potentielle Interessenten günstig in das Projekt einkaufen können. Dieses Szenario ist abhängig davon, wie viel tatsächlich während dem ICO investiert wird. Ich empfehle daher diesen genau zu verfolgen. Außerdem ist es bei dezentralisierten Steuerungen wichtig, dass die Token gut verteilt sind und nicht nur auf Börsen „rumliegen“. Sollte dies der Fall sein, so hätte das Tezos Team zusammen mit den Hedge-Fonds vermutlich den größten Stimmenanteil.

-Lukas Fiedler

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor oder Teile des Autorenteams sind in die oben genannten Kryptowährungen selbst investiert (Dies wird ab jetzt standardmäßig unter jedem Artikel erscheinen, da es sein kann, dass zu einem Zeitpunkt nach Veröffentlichung des Artikels investiert wurde).

BAT: Eine Ära neuer ICOs?

Am 31.5 hat BAT, auch bekannt als Basic Attention Token, ein ICO abgehalten bei dem in unter einer Minute 156,250 ETH (zu dem Zeitpunkt knapp unter 36 Mio. USD) eingesammelt wurden. Klingt nicht schlecht auf den ersten Blick, dazu aber später mehr. Zunächst einmal, was ist der Use-case von BAT?

Das Basic Attention Token für bessere und sichere Online-Werbung

Das BAT Projekt baut auf dem Brave Browser auf, der im Januar 2016 vorgestellt wurde. Dieser Open Source Browser basiert auf Chromium und kommt mit einem integrierten Ad-Blocker und blockt Tracking-Software, um so die Sicherheit des Users im Web zu erhöhen. Weiterhin ermöglicht der Browser so, Webseiten schneller zu laden.

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Von der Brave Webseite: Vergleich von Ladezeiten. Oben mit Tracking und Werbung, unten mit beidem geblockt

Wozu braucht man also ein Token? Momentan sind, wenn man Onlinewerbung schalten möchte, extrem viele Drittanbieter involviert und es ist extrem schwer eine Zielgruppe genau zu erreichen, geschweige denn zu evaluieren in welchem Maße sie erreicht wurde. Zudem ist die Anzahl von betrügerischen Werbeanzeigen von 2015-2016 um 132% (RiskIQ Report, letztes Jahr) gestiegen. Im BAT Whitepaper werden noch weitere Gründe genannt, weshalb sich das Schalten von Onlinewerbung ändern muss.

market
Drittparteien im Bereich Advertising. Je mehr Parteien involviert, desto schwieriger das Schalten und Verfolgen von Werbung

Das soll sich mit dem BAT, einem ERC20 Token, zunächst auf der Basis des Brave Browsers ändern. Während der Brave Browser reguläre Werbung weiterhin blockt, soll auf BAT basierte Werbung hingegen angezeigt werden. Um eine Werbeanzeige zu schalten bezahlt der Advertiser mit BAT Tokens. Der Hauptteil dieser geht an den sog. Publisher auf dessen Seite die Werbung angezeigt wird. Aber auch die User bekommen bei einer Interaktion mit der Werbung BAT (im Whitepaper sind verschiedene Möglichkeiten für Algorithmen genannt).

BAT flowAuch das Team von BAT sieht vor allem mit Founder Brendan Eich, dem Entwickler von JavaScrip und Co-founder von Mozilla und Firefox, vielversprechend aus.

Der ICO

Der BAT ICO war innerhalb von 24s ausverkauft und sammelte insgesamt 156.250,00 ETH in diesem Zeitraum. Das klingt erstmal sehr Erfolgreich, aber wenn man genauer hinschaut, kommen Risse in die Fassade. Von insgesamt 9866 Transaktionen, die bei der BAT ICO teilnehmen wollten, kamen nur 185 Transaktionen erfolgreich in den Contract. Das bedeutet dass nur 1,88% aller Interessierten tatsächlich BAT erhielten. Zudem muss man die Transaktionskosten (ETH Gas) betrachten, mit der die erfolgreichen Transaktionen durchgeführt wurden: Für die erfolgreichen Transaktionen wurden ca 69,97 ETH und für die nicht erfolgreichen 306,74ETH (mehr als $60.000 für nichts!) an Transaktionsgebühren ausgegeben. Zum Beispiel hat ein Investor ca 6000$ an Transaktionsgebühren bezahlt, nur um dann festzustellen, dass er keine BAT Token erhalten wird. Weitere Statistiken kann man hier einsehen. Außerdem wurde durch den ETH Anstieg zuvor mehr an Wert eingesammelt als eigentlich geplant. Es gab eine Abstimmung in der Community, die ergab, dass die Mehrheit für eine Auszahlung des Überschusses stimmte, allerdings wurde dies nicht realisiert und es gab generell sehr wenig Infos des Teams nach der ICO, obwohl viele User verärgert waren.

Alles in allem finde ich, dass BAT ein interessantes Konzept hat, das auf ein bereits existierendes Produkt aufbaut (was selten ist in der Krypto-Welt). Die ICO war zwar erfolgreich, aber sind die Tokens sehr ungünstig verteilt, und auch die hohen Transaktionskosten sind mit ein Grund warum BAT auf Liqui.io momentan 6x über ICO Level traded. Interessierten rate ich hier zum Abwarten ab. Entweder es ergibt sich eine Gelegenheit noch günstig einzukaufen, oder aber man sollte sich auf andere spannende Projekte fokussieren, und hoffen, dass dort die ICO anders abläuft.

-Lukas Fiedler

PS: Ich habe den angezeigten Accountnamen auf meinen Namen geändert, daher wird leider angezeigt dass ich sämtliche Artikel auf diesem Blog verfasst habe. Dies ist aber nicht der Fall, ich erstelle Posts lediglich seitdem ich den Blog übergeben bekommen habe.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor oder Teile des Autorenteams sind in die oben genannten Kryptowährungen selbst investiert (Dies wird ab jetzt standardmäßig unter jedem Artikel erscheinen, da es sein kann, dass zu einem Zeitpunkt nach Veröffentlichung des Artikels investiert wurde).

Air: Digitale Identität auf der Blockchain + Interview

Air ist ein Produkt des IT-Unternehmens Sphre, welches mittels Blockchain Anwendern eine sichere digitale Identität ermöglichen will. Das Projekt wird am 01. Juni einen ICO starten, um die Produktentwicklung zu finanzieren.

Daren Seymour, Direktor von Sphre, war so nett mir einige Fragen zu dem Projekt zu beantworten. Als Grundlage für das folgende Interview werde ich vorab einen kurzen Überblick über das Projekt liefern. Abschließend beschreibe ich noch meine persönliche Einschätzung des Projekts und des anstehenden ICOs.

Air

Mit Air möchte Sphre eine Plattform für sichere digitale Identitäten erstellen. Als Basistechnologie hierfür wird die “private” Hyperledger-Blockchain genutzt – im Gegensatz zu der Vielzahl von neuen Projekten, die auf Ethereum basieren. Hyperledger lässt sich als privat ansehen, da nur ausgewählte Netzwerkteilnehmer Transaktionen bestätigen dürfen. Als Blockchain nutzt Hyperledger kein Proof of Work, sondern Practical Byzantine Fault Tolerance (PBFT). Oberflächlich lässt sich diese Methode des Konsens als: “7 von 10 müssen zustimmen” beschreiben. Vertrauenswürdige Netzwerkteilnehmer validieren Transaktionen im Netzwerk und sobald eine notwendige Anzahl von Konsens erreicht ist, gilt die Transaktion als bestätigt. Dieser Ansatz bietet Vorteile in Form von Skalierbarkeit und geringen Transaktionskosten, aber auch Nachteile in Form von direkten Abhängigkeiten und einem geringeren Maß an Dezentralisierung. Persönlich halte ich die Wahl von Hyperledger für durchaus nachvollziehbar, da man so in einer vergleichsweise sicheren beziehungsweise ruhigen Umgebung agiert. Durch die hohe Skalierbarkeit lassen sich Prozesse für Mikrotransaktionen gestalten, die so in Bitcoin oder Ethereum noch nicht möglich sind (es aber wohl zukünftig durch das Lightning Network und das Raiden Network sein werden). Da im Hyperledger-Netzwerk keine Miner entlohnt werden müssen, verzichtet das Netzwerk komplett auf eine native Kryptowährung. Air wird aus diesem Grund Token (XID) in Form von Omnilayer-Assets erstellen. Omni (ehemals Mastercoin) ist kurz gefasst ein Protokoll, welches es ermöglicht Token beziehungsweise Assets auf der Bitcoin-Blockchain zu erstellen. Andere Projekte, wie Maidsafe oder Tether, nutzen ebenfalls Omni.

Technisch gliedert sich die Anwendung in drei essentielle Bausteine:

  1. Smart Contracts (bzw. in Hyperledger nennt es sich Chaincode), um zugrundeliegende Prozesse darzustellen, zugänglich zu machen und sicherzustellen.
  2. API, die Dritte nutzen können, um mit Nutzern der Plattform zu interagieren. Nutzer können hierbei beispielsweise Personen, Unternehmen, Organisationen oder Geräte sein.
  3. Eine App, durch welche Anwender zu jeder Zeit Zugriff auf ihre digitale Identität haben, indem sie Transaktionen prüfen oder veranlassen. Anwender erhalten eine Mikrotransaktion in Höhe von einem XID Token (der Token von Air), wenn sie sich erfolgreich verifiziert haben.

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Überblick der Hauptaktivitäten im Air Netzwerk: User verdienen XID auf Basis ihrer Identität und Transaktionen. Content Provider machen Usern Informationen auf Basis derer festgelegten Interessen zugänglich. Ausschließlich interessierte User bekommen entsprechende Informationen angezeigt und werden hierfür in Form von XID entlohnt. Data Analytics Provider fragen Netzwerkuser für Datenzugriff an und entlohnen gewährte Zugriffe mit XID.

Am 01. Juni startet Air seinen ICO, in dem 90% aller XID Tokens veräußert werden. Die übrigen 10% setzen sich aus einer Beteiligung für die Gründer in Höhe von 2,5%, einem Bug Bounty in Höhe von 6,5% und generellen Bounties in Höhe von 1% aller Tokens zusammen. Zusammen existieren somit 55 Mio. XID, welche nach Abschluss des ICOs verteilt werden.

Der Token-Sale gliedert sich in drei Bonusstufen. Die ersten 25% der 50 Mio. XID werden zum Preis von 0.0000760 BTC pro XID verkauft (20% Bonus für die ersten 950 Bitcoin). Danach werden weitere 30% mit einem Bonus von 10% (0.0000855 BTC/XID, insgesamt 1282.5 Bitcoin) verkauft, bis die restlichen 45% ohne Bonus zu einem Preis von 0.0000950 veräußert werden. Die restlichen 45% entsprechen einer Summe von 2137.5 Bitcoin. Somit möchte Sphre mit dem Air ICO maximal 4370 Bitcoin einnehmen. Eingesammelte Bitcoin werden in einer Escrow-Adresse gehalten und auf Basis verschiedener Meilensteine freigegeben. Sollte man am ICO teilnehmen wollen, ist auf jeden Fall darauf zu achten, dass man während der ersten Bonusstufe investiert.

Interview

DS

Daren Seymour ist Director des IT-Unternehmens Sphre, welches sich auf Lösungen der Blockchain- und Quantum-Computing-Technologie spezialisiert hat. Er arbeitet seit über 25 Jahren als IT-Spezialist.

Hi Daren, thank you for answering my questions on your project. I believe that digital identity is one of blockchain’s most promising use cases, as it offers so many different applications. I provided a brief introduction to Air, so readers will have a fundamental knowledge of your project. Could you elaborate how you came up with the idea of Air?

DS: Many thanks for this opportunity. The idea for Air really came via the realisation of the full potential of blockchain within the digital identity arena and how we could allow individuals to control and commercialise their identity data for their own benefit, this was a paradigm changing moment! In an increasingly digital society, personal data has become a new form of currency. The biggest challenge for our leaders today in my view is to establish the trust that enables that currency to flow, and our aim is quite simply to facilitate this for consumers and enterprises.

Is Air your first blockchain project?

DS: No, however my previous projects were based on research requirements only, so Air is my first publicly shared project.

You are building Air on Hyperledger and use the Omnilayer for token creation. Why did you choose these platforms (and not Ethereum)?

DS: Ethereum is a great platform for sure. However Hyperledger was selected for initial development due to its modular design approach, and also its implementation of Practical Byzantine Fault Tolerance (PBFT) based consensus. This allows for very large-scale transaction scaling which is a key consideration in regards to identity based transactions.

For Omnilayer there were several considerations, the first of which was liquidity, as Omnilayer is integrated with numerous top exchanges and has a massive pool of existing assets. Secondly, ease of application integration, and finally, the stability of the Bitcoin blockchain as our first ‘connector’. However we will consider further connectors in the future, and Ethereum would certainly be on the list as the platform continues to stabilise and implement its roadmap, in particular Casper.

Various other (blockchain) projects like the Digital Identity Foundation (DIF), Cambridge Blockchain or Uport are working on digital identity solutions. What is your opinion on other digital identity projects and why do you think Air stands out?

DS: Yes, these are all great initiatives for sure. I think that Air stands out because of its modular technology approach. We will also implement a novel approach to user adoption whereby the individual will receive an XID digital token micropayment to their Air consumer application digital wallet, when a successful identity transaction has taken place, and we feel that this builds a new paradigm not just for digital identity, but for digital economic engagement.

With Eon and Ctrl, you are already working on additional use cases for medical data and access rights on the Air platform. Which use cases do you find most relevant on top of digital identity?

DS: There are many, if you think about how many times per day an individual transacts using some form of identity credential, from online login to banking and healthcare. However, I think the rise of automation and the inevitable implementation of Universal Basic Income is a key topic. If we imagine a world where most jobs are automated, and therefore most jobs no longer exist, then how can an individual increase their person income? This is one of the areas that we are exploring with Air, that being the enablement of an individual to monetise their digital identity and personal data for their own financial benefit.

Another interesting area is Artificial Intelligence ‘Automated Trust Verification’.  An example of this is that today, I leave my home and I trust myself to drive my car to my destination, but in the future an Artificial Intelligence will drive my car for me, but how do I know that I can trust my car to deliver me safely, should I rely on implicit trust as in effect, my car will make all driving decisions and is therefore an ‘identity’?  This is where I will be able to independently verify my car’s AI identity history, and not just my car, but every car of the same type, to ensure that my car is not being driven by HAL from the film 2001. I see such systems as increasingly important as more and more AI based ‘identities’ enter our lives.

When can we expect an MVP and/or a full product?

DS: We expect the Air Platform to be live and ready for use by the end of 2017.

Einschätzung

Meiner Meinung nach bietet das ICO aus verschiedenen Gründen eine durchaus vielversprechende Gelegenheit. Digitale Identität stellt möglicherweise den „besten“ Anwendungsfall für Blockchaintechnologie dar, da hierdurch erst eine Vielzahl von weiteren Use Cases, wie Identifikation und Bezahlung im Onlinehandel, ermöglicht werden. Air arbeitet aktuell schon an Anwendungsfällen für Healthcare und Zugriffsrechte.

Mit dem aktuell stark schwankenden Bitcoinpreis entspricht das 4370 BTC Cap von Air einem Gegenwert von etwas über (4370 * 1980€ =) 8,65 Mio. Euro. Mit einer Marktkapitalisierung von 8,65 Mio. Euro würde sich das Projekt aktuell auf Platz 95 der Kryptoprojekte auf Coinmarketcap befinden. Ich empfehle jedem Leser einmal den Link anzuklicken und sich selbst ein Bild zu machen, ob Air bei den Projekten mit einem Cap von ca. 8-9 Mio. Euro richtig liegt oder ob noch Luft nach oben besteht. ICOs mit geringem Cap bieten prinzipiell die Möglichkeit höherer prozentualer Zuwächse im Vergleich zu ICOs mit höherem Fundingvolumen. Beispiele hierfür sind Next (etwa x1600 in BTC bzw. x4600 in Dollar seit dem ICO), Foldingcoin oder in näherer Vergangenheit Spectrecoin. Diese Projekte stellen allerdings seltene Perlen dar, da vergleichsweise viel mehr Projekte mit niedrigem Funding untergegangen sind. Aus diesem Grund halte ich es für prinzipiell sinnvoll in mittelgroße Projekte mit einem ICO Cap zu investieren. Hier besteht ein geringere Ausfallwahrscheinlichkeit aber es gibt viel Raum für Wachstum. Ich denke, dass Air kurzfristig eine Marktkapitalisierung von mindestens 20 Millionen Euro erreichen kann, wodurch sich ein ICO-Investment mehr als verdoppeln würde. Die Token werden kurzfristig nach dem ICO handelbar sein, weshalb die Möglichkeit besteht, dass XID schnell auf Exchanges gelistet wird. Sämtliche relevanten Börsen führen Omnitoken (wie beispielsweise Maidsafe oder Tether Dollar), sodass eine Integration leicht vonstatten gehen sollte.

Das Unternehmen Sphre arbeitet mit Air an einem Anwendungsfall, der jedem Mensch auf der Welt Vorteile bringen kann. Aus diesem Grund halte ich viel von dem Projekt und werde am ICO teilnehmen. Air stellt verschiedene neue Eigenschaften eines ICOs dar, was zusätzlich zu Aufmerksamkeit führen wird: Erster ICO zum Thema Digital Identity und erstes ICO Projekt auf Hyperledger. Ich sehe sowohl kurzfristiges als auch langfristiges Ertragspotential bei dem Projekt. Eine Strategie kann sein, auf einen kurzfristigen Preisanstieg zu warten, das initiale Investment abzuziehen, und in Folge mit sogenannten “Free Bags” restliche XID Token langfristig zu halten.

-Lennart Ante

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in oben genannte Kryptowährungen selbst investiert.

Der Altcoinspekulant wird fortgeführt!

Liebe Community! Wie Markus Bohl schon angekündigt hat, wird er sich aus dem Bloggeschehen zurückziehen, weshalb es hier in letzter Zeit auch ein wenig stiller geworden war. Aber: Der Blog wird nicht aufgegeben, sondern von mir, Lukas Fiedler, fortgeführt. Dieser Post soll die Zukunftspläne des Blogs erläutern und vorstellen.

Zunächst: Ein paar Informationen über mich selbst

lukasIch studiere zurzeit Wirtschaftsingenieurwesen und bin leidenschaftlicher Fotograf. Ich bin seit über einem Jahr in der Crypto-Szene aktiv, insbesondere in der IOTA Community, in die ich relativ früh eingetreten bin. Sicherlich kennen mich einige von euch auch über die Webseite IOTA Support, die ich zusammen mit Scott (einem weiteren IOTA Community Mitglied) betreibe. Mir ist bewusst, dass ich alleine schwerlich die nötige Erfahrung mitbringe um einen Blog wie diesen mit der gewohnten Qualität fortzuführen. Daher möchte ich euch…

Das Autorenteam

…die zukünftigen Autoren auf diesem Blog vorstellen. Neben mir als Hauptautor
werden folgende Personen Artikel schreiben und als Berater fungieren:

ingo
-Dr. Ingo Fiedler: Mit Dr. Ingo Fiedler ist ein Krypto-Experte der ersten Stunde mit an Bord. Er hat Kontakt zu vielen wichtigen Spielern in der Crypto-Welt, und kennt sich besonders mit Krypto-Börsen aus. Aktuell leitet er das Blockchain Research Lab in Hamburg und untersucht den volkswirtschaftlichen Nutzen der Blockchain Technologie.

 

image1-Lennart Ante: Lennart Ante forscht an der Universität Hamburg im Rahmen seiner Promotion zum Thema Blockchain und Kryptowährungen. Einer seiner Forschungsschwerpunkte sind Finanzierungsmöglichkeiten mittels Blockchain, wie beispielsweise ICOs. Zu dieser Thematik wird er einzelne Projekte vorstellen und diese hinsichtlich verschiedener Aspekte, wie der Eignung als Investment oder des jeweiligen Geschäftsmodells analysieren.

 

thomas
-Thomas F.: Thomas F. ist beruflicher TYPO3 Entwickler und stieg 2012 mit dem Kauf seiner ersten Bitcoins in die Szene ein. Seitdem befasst er sich intensiv mit den Themen finanzielle Selbstbestimmung, Sicherheit im Internet, Bitcoin und Kryptowährung im Allgemeinen.

 

 

Die Zukunftspläne

Sollte alles nach Plan laufen, so wird in der nächsten Zeit das Design des Blogs geändert. Natürlich bleiben alle Posts erhalten, diese sollen nur übersichtlicher aufbereitet und erreichbarer sein. Wie gewohnt wird es auch Artikel zu ICOs sowie Projektupdates geben.

Weiterhin gilt, wie schon zuvor bei Markus Bohl: Qualität > Quantität. Dieser Blog soll euch mit spannenden Insights zu diversen Projekten versorgen. Fragen, Feedback, Wünsche oder Anregungen sind gerne gesehen, bevorzugt aber über Twitter und Bitcointalk, da ich aus zeitlichen Gründen nicht auf jede E-mail antworten kann.

-Lukas Fiedler

Byteball: Dritte Gratis-Ausschüttung am 12. März

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Byteball hat in den letzten Wochen den positiven Trend bestätigt, obwohl die Altcoins wegen dem Bitcoin-Anstieg erneut unter Druck kamen. Die zweite Ausschüttung erfolgte am 11. Februar, wie ich bereits berichtete. Ingesamt wurden 1.76% neu ausgeschüttet. Davon gingen exakt 1% an die bisherigen Byteballhalter, welche pauschal +10% auf Ihre Bestände erhielten. Die restlichen 0.76% gingen an verlinkte Bitcoinguthaben. Insgesamt sind also gerade einmal 11.76% aller Byteball ausgeschüttet worden. Die nächste Ausschüttung mit exakt gleichen Bedingungen erfolgt am 12. März. Wer neu dabei ist und wissen möchte, wie er denn seine Gratis-Byteball erhalten kann, dem wird hier geholfen. Die Community ist gewachsen in der Zwischenzeit, die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei über 5 mio Dollar. Neben Cryptox.pl wird Byteball seit einigen Tagen auch bei der kleinen Exchange bitsquare gehandelt. Es ist wahrscheinlich, dass weitere Altcoinbörsen folgen werden in den nächsten Wochen. Zusätzlich wird demnächst ein Community-Fonds eingerichtet werden um die weitere Entwicklung und Verbreitung zu unterstützen. Dafür werden nicht abgerufene Blackbytes verwendet. Blackbytes werden nämlich nur dann ausgeschüttet, wenn sie auf bereits registrierten Airdrop-Adressen liegen. Wer dies versäumt erhält zwar Byeteball aber keine Blackbytes. Diese „vergessenen“ Blackbytes fliessen in diesen Fonds.

Auch technisch tut sich einiges. Tony und sein Team von mindestens zwei weiteren Entwicklern haben die Version 1.3.0 veröffentlicht. Neben einigen Bugfixes ist es nun direkt möglich TOR zu aktivieren, was insbesondere bei Transaktionen von Blackbyte ein enorm hohes Mass an Anonymität ermöglicht:
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Insgesamt wirklich eine hervorragende Arbeit welche hier geleistet wird. Zusätzlich hat sich Tony mit Lisk und ICONOMI abgesprochen, die beide gemeinsam weiterhin um die 20% aller Byteball/Blackbytes halten. Beide stimmten wohl zu, dass sie ihre Byteball halten bis zum Ende der Ausschüttungsperiode. Das hilft beiden Seiten: Die Byteball-Community muss mittelfristg keine Dumps befürchten, welche von diesen „Mega-Walen“ ausgeht und gleichzeitig hilft ein stabiler Preis bei Byteball den inneren Wert von Lisk und ICONOMI zu erhöhen. Vielleicht ergibt sich daraus sogar noch eine Coin-übergreifende Kooperation. So hätte sich Tonys Strategie die Bitcoin-Menge je Interessent nicht zu begrenzen sich im Nachhinein doch noch ausgezahlt.

Fazit: Es stehen weiterhin alle Ampeln auf grün. Investoren rate ich ihre Bestände auf jeden Fall über die nächsten Ausschüttungen hinweg zu halten. Das sieht alles sehr vielversprechend aus und das Momentum dürfte in diesem Jahr hoch bleiben, schliesslich gibt es neben Byteball aktuell nur IOTA als Coin der dritten Generation mit Tangle anstatt der Blockchain. Der Tangle-Hype beginnt erst, da bin ich mir relativ sicher. Setzt sich die positive Entwicklung von Byteball (und IOTA) fort, sind beides Kandidaten für eine Marktkapitalisierung von über 100 mio Dollar. Die aktuellen Kurse  von unter 0.05 BTC je GBYTE sind zudem für Neuinvestoren interessant. Der gestiegene Bitcoinkurs hat hier noch einmal für attraktive Einstiegskurse gesorgt. Wer bisher noch nicht dabei war, hat nun die Chance sich einen Teil vom Kuchen abzuschneiden und damit an den weiteren Ausschüttungen zu partizipieren. Nicht vergessen: 88.24% werden noch verteilt!

Der Altcoinspekulant geht in den Ruhestand. Meine zu knappen zeitlichen Ressourcen lassen auf Dauer eine qualitativ hochwertige Altcoinberichterstattung leider nicht zu. Ich bitte meine Leser um Verständnis und danke für das Vertrauen und das viele positive Feedback, welches ich in den letzten Jahren erhielt. Es war mir eine Ehre!

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in die oben genannten Kryptowährungen selbst investiert.

OpenLedger: Schnäppchenjagd bei Incent und Blockpay

Das Altcoingeschäft ist extrem kurzlebig. Zwischen Hype und dem Vergessen liegen oft nur wenige Wochen. Das eröffnet Chancen, wenn man seine Hausaufgaben gemacht hat. Ich möchte heute auf zwei Werte eingehen, welche bei OpenLedger gehandelt werden. OpenLedger ist eine Börse, welche direkt über die Bitshares-Blockchain läuft. Dadurch hat man kein Gegenparteirisiko bei Transaktionen, da diese direkt über die Blockchain gesettled werden. Allerdings ist die Liquidität grausam niedrig, es gibt kaum Käufer und nur ein Gesamtvolumen von einigen Bitcoin täglich. Zudem ist die Börse nicht sehr benutzerfreundlich und das Handling benötigt gute Nerven. Für geduldige Käufer, sind das aber sehr interessante Bedingungen. Ich habe zwei Werte herausgepickt, welche ich für sehr interessant halte:

Incent
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Über das Incent ICO hatte ich bereits im September gebloggt. Incent ist eine sogenannte Appcoin und läuft als Token auf der Waves-Blockchain. Das ICO war erfolgreich und es konnten bis Ende November über 1‘000 Bitcoin und 832‘000 Waves eingesammelt werden, was damals rund 1 Million Dollar entsprach. Der ICO-Preis betrug in den ersten 24 Stunden 10‘000 Satoshi, der Preis stieg dann bis zum Ende der Zeichnungsmethode auf 16‘667 an. Es gab allerdings einige Investoren, die mit einem Blockdiscount weniger als die ersten ICO-Investoren zahlen mussten. Incent hat das Ziel eine Art Treuprämienplattform als App zu bauen, welche blockchainbasiert ist. Also ganz grob gesagt eine Art Blockchain-Payback-Karte, nur halt als Smartphone-App. Die erste Version soll im 2. Quartal heraus kommen. Es gibt bereits interessierte Händler welche dieses System in der Praxis einsetzen wollen. Wichtig zu wissen ist, dass diese Geschäfte die Incent zum festgesetzten Preis von 20‘000 Satoshi erwerben müssen, wenn sie ihren Kunden Prämien gewähren wollen. Incent muss diese Token für die Händler über den freien Markt besorgen (sofern der Kurs bei unter 20‘000 Satoshi liegt) hat aber auch das Recht noch einmal die gleiche Anzahl an Tokens zu erschaffen, wie an der ICO ausgegeben wurden. Aber eben zu mindestens 20‘000 Satoshi und nur wenn zu diesem Preis keine Incent auf dem freien Markt erworben werden können. Nun haben wir aber die Situation, dass Incent noch nicht fertig entwickelt worden ist und erst im 2. Quartal starten wird. Zusätzlich wird Incent aktuell an keiner grösseren Börse gelistet. Aktuell kosten die Incent-Token nur rund 5000 Satoshi bei OpenLedger, also rund 50% unter dem ersten ICO-Preis und nur rund ¼ des Preises, welchen Händler für Incent später bezahlen müssen bzw. Incent von der Börse später zurückgekauft werden. Das hat mit der Ungeduld von Investoren zu tun und auch damit, dass durch die ICO-Signatur-Kampagne viele geschenkte Coins verscherbelt werden, ohne Rücksicht auf irgendwelche Preisbarrieren. Die Chance für mittelfristige Investoren! Wer sich zu Preisen von unter 10‘000 Satoshi eindeckt, sollte später noch viel Freude an seinen Incent haben, da ich davon ausgehe, dass sich der Kurs im zweiten Quartal in Richtung des Händlerpreises von 20‘000 Satoshi entwickeln werden wird. Als ich diesen Beitrag begann war Incent nur bei OpenLedger gelistet. In den letzten Tagen sind noch Cryptopia, Liqui und Tidex hinzugekommen, welche aber ebenfalls nicht sehr liquide sind und dem Kurs auch nicht helfen konnten. Aktuell ist die Liquidität bei Cryptopia allerdings besser als bei OpenLedger.

Blockpay
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Bei Blockpay handelt es sich um einen Zahlungsanbieter für Händler. Die Idee ist, dass Kunden bei Geschäften welche Blockpay unterstützen mit jeder gängigen digitalen Währung bezahlen können, also nicht nur Bitcoin, sondern auch Ethereum und andere Altcoins. Dazu benötigen die Händler lediglich eine App, zudem ist Blockpay mit dem Odoo-System voll kompatibel welches bei vielen Händlern Verwendung findet. Das Bild oben zeigt ein schönes Beispiel, wie Blockpay in der Praxis als Zahlungssystem Verwendung finden könnte. Hier im Detail:
blockpay
Blockpay wird sogar in die Richtung weiterentwickelt, dass es praktisch auf allen Hardware-Geräten laufen soll und sogar in Richtung Microzahlungen und IOT Verwendung finden soll. Die Münchener Firma führte im Sommer ein kleines Pre-ICO durch um eine Anschubfinanzierung für die ersten Monate zu erhalten. Von den 100‘000‘000 Blockpay-Token wurden 6‘500‘000 für das Pre-ICO angeboten und zwar mit einem Rabatt von bis 42% auf den regulären Preis von 0.0005 Bitcoin oder eben 50’000 Satoshi. Die Investoren zahlten also mindestens 28’800 Satoshi je Token. Das Marketing lief auf Sparflamme, so dass nicht einmal sämtliche Token von Investoren erworben wurden. Selbst ich verpasste dieses Pre-ICO, obwohl ich gerne daran teilgenommen hätte. Blockpay läuft über die Bitshares BlockChain, so dass die Coin schnell auf OpenLedger angeboten wurde. Aber auch hier das gleiche Bild wie bei Incent, das Interesse verflachte, Investoren versuchen auszusteigen, ohne Käufernachfrage. Ein reiner Verkaufsmarkt entstand, ohne nennenswerte Nachfrage bröckelte der Kurs immer weiter ab, auf aktuell unter 15’000 Satoshi je Token. Nun ist Blockpay aber gerade einmal am Beginn des Weges. Das richtige ICO soll im Frühjahr erfolgen und auch entsprechend mit Marketingmassnahmen unterstützt werden. Blockpay hat zum Beispiel nun eine Community-Managerin eingestellt um das ICO professionell zu begleiten. Zusätzlich wird das Unternehmen auf einer „World Tour“ sein Geschäftsmodell auf fast allen Kontinenten erläutern. Und es ist wichtig zu erläutern, dass der Preis auf jeden Fall höher sein sollte als 30’000 Satoshi. Die späteren Investoren müssen ja mehr zahlen als die Pre-ICO-Investoren, sonst würde das Projekt an Glaubwürdigkeit einbüssen. Es ist also sehr sehr wahrscheinlich, dass bei der offiziellen ICO-Ankündigung bei OpenLedger bis zum ICO-Kurs leergekauft wird. Hierzu sind nur wenige Bitcoin erforderlich. Faktor 2 ist also auf jeden Fall drin für heutige Investoren und das bereits innerhalb weniger Monate.

Wichtig ist bei beiden Werten: Streng limitiert vorgehen. Das geringe Volumen nötigt Investoren einige Tage Geduld ab. Aber diese Geduld sollte sich entsprechend auszahlen. Bei beiden Werten gibt es ungeduldige Wale, welche sich einen Schluck zuviel aus der ICO-Pulle gegönnt haben und dankbar sind für Volumen auf der Käuferseite, damit sie ihren Anteil ermässigen können. Die Ungeduld der Verkäufer von heute ermöglicht die Profite von Morgen der Käufer!

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in die oben genannten Kryptowährungen selbst investiert.