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Investment vs. Spekulation vs. Spiel anhand des Beispiels Minereum (MNE)

In diesem Post möchte ich auf die Unterschiede von Spekulant und Investor eingehen, sowie die aktuelle Marktsituation erklären und anhand dessen das Projekt Minereum analysieren.

Investor vs. Spekulant vs. Spieler

Ein Investment liegt immer dann vor, wenn nach einer gründlichen Analyse in erster Linie Sicherheit und erst im Anschluß daran eine zufriedenstellende Rendite steht. – Benjamin Graham 

Verwendet man Grahams Sichtweise kommt man unweigerlich zu dem Schluss, dass der gesamte Krypto Markt kein Investment darstellt, sondern höchstens Spekulation. Dies ist der Fall durch das vergleichsweise geringe Alter des Markts und die vielen (teilweise unvorhergesehenen) Gefahren für diesen. Während Graham eine vergleichsweise negative Meinung über den Spekulanten hat (mit Spekulation verdient man langfristig kein Geld) und sich auf die Analyse des Investors fokussiert, unterscheidet der Börsenguru André Kostolany zusätzlich zwischen Spekulanten und Spielern. Die erstere Gruppe macht sich Gedanken um ihre spekulative Anlage und hat zuvor den Markt analysiert. Die Spieler hingegen spielen wortwörtlich mit ihrem Geld und informieren sich nicht, bevor sie eine Anlage tätigen. Ein weiterer Unterschied ist das Durchhaltevermögen und der Umgang mit Emotionen. Der Spieler neigt zu „Panic-Sells“ und lässt sich vom Markt leicht beeinflussen, wohingegen der Spekulant wohl überlegt und mit wenig Emotionen vorgeht.

Die aktuelle Situation

Nach einem sehr langen Bullenmarkt und einem drastischen Anstieg von ICOs und deren eingesammelten Volumina ist der komplette Krypto Markt seit circa einer Woche in einem Abwärtstrend. Es stellt sich die Frage, wie es zu diesen intensiven Bullenmärkten und Abwärtstrends kommen kann. Um diese Frage beantworten zu können muss man zuerst folgendes verstehen: Der Preis (sei es an der Börse oder am Krypto-Markt) wird nur direkt durch die Nachfrage beeinflusst. Wird mehr gekauft als verkauft steigt der Preis und umgekehrt. Positive oder negative Nachrichten wirken sich nur dann auf den Preis aus, wenn aufgrund dieser Spekulanten und/oder Spieler zum Kauf oder Verkauf bewegt werden. Nun zum ersten Teil der Frage: Wie konnte es zu so einem gigantischen Bullenmarkt kommen, der zu enormen Gewinnen bei nahezu jeder Coin führte?

Ein Hauptgrund hierfür ist sicherlich der konstante Zufluss an Spekulanten, die Kryptowährungen „entdeckt“ haben und so für eine steigende Nachfrage (und somit einen steigenden Preis) nach Bitcoin erzeugt haben. Hier kommt nun die Psychologie der bereits im Markt vorhandenen Spieler (aus denen der Krypto Markt hauptsächlich besteht) ins Spiel. Diese bemerken, dass der Bitcoin Kurs steigt und kaufen nun auch mehr Bitcoin, da sie davon ausgehen sich in einer starken Aufwärtsbewegung zu befinden. Dieser Effekt verstärkt sich natürlich mit steigendem Kurs weiter. Wie kommt nun der Anstieg nicht nur von Bitcoin sondern des gesamten Marktes zustande?

Zunächst hängen viele Altcoins von den Kursbewegungen von Bitcoin ab, da die Stimmung der Spieler an Bitcoin gekoppelt ist. Durch die Euphorie des Bitcoin Anstiegs und die meist ausschließlich positive Erfahrung vorangegangener Investments (beispielsweise ICOs) steigt nun die Nachfrage nach Altcoins. Auch hier gibt es den Effekt, dass ein Anstieg an sich sich selbst verstärkt. Am Hochpunkt der Aufwärtsspirale gibt es kaum eine Möglichkeit sein Geld sinnvoll anzulegen, da jede Coin bereits stark angestiegen ist. Zu diesem Zeitpunkt stürzen sich Spieler auf sämtliche Chancen ihr Geld anzulegen, wobei ihnen dabei völlig egal scheint welchen Use-case ein Projekt hat oder bei welchem Preis es steht. Dies führt beispielsweise zu Rekord-ICOs wie wir sie in letzter Zeit häufiger gesehen haben (BAT, Banco, Tezos…). Anleger hoffen dabei, basierend auf den überaus positiven Emotionen, die in der Vergangenheit mit einem ICO verbunden wurden, auf schnelle Gewinne. Dabei wird vernachlässigt, dass vergangene ICOs im wesentlich kleineren Rahmen und mit geringer Reichweite abgehalten wurden. So konnte nach dem ICO der Preis ansteigen. Bei den aktuell aufkommenden Projekten investieren allerdings große Teile des Marktes bereits während der ICO und nicht danach. Hierdurch kommt es zu einer Überbewertung und die Nachfrage (zusammen mit dem Preis) fällt nach dem ICO. Aktuell sollte man also das Ende der ICOs abwarten und später zu günstigeren Preisen ggf. kaufen.

Ist dieser Hochpunkt erreicht und ein Großteil der Coins am Markt überbewertet, reicht schon ein kleines Ereignis um den Markt in einen Abwärtstrend zu stürzen. Im aktuellen Fall ist dies höchstwahrscheinlich die Angst vor einer Bitcoin-Fork gewesen. Die ersten Anleger beginnen nun, durch Emotionen verleitet, (noch) mit Gewinn zu verkaufen. Der Preis allerdings beginnt nun aufgrund eines Überangebotes am Markt zu fallen. Wie auch beim Aufwärtstrend kommt es hier zu einer Verstärkung der Abwärtsbewegung durch das fallen der Kurse an sich: Die Anleger bekommen Angst vor Verlusten und verkaufen sogar teilweise tatsächlich mit Verlust, da sie einen noch tieferen Sturz des Marktes vermuten. Diese Spirale endet in einer Unterbewertung verschiedener Coins zu der Spekulanten wieder zu einem Kauf bereit sind.

Buy-Sell
Ein ganz normaler Tag am spielerdominierten Krypto Markt

Bei diesen Stürzen (aber nicht nur bei diesen, sondern auch langfristig gesehen) verlieren besonders Projekte, die einen schwachen Use-case oder fast keine technologische Weiterentwicklung aufweisen.

Es ist also empfehlenswert zu jeder Zeit zum Kreis der Spekulanten zu gehören und sich Gedanken um jede Geldanlage zu machen. Ansonsten kann es schnell passieren, dass man in Projekte mit schwachem Use-case investiert, die langfristig keine Chance am Markt haben. Zudem ist man ohne die nötigen Nachforschungen viel anfälliger für Panikverkäufe oder emotionsgesteuertes Verhalten. Folgende Fragen können bei der Evaluation eines Projektes helfen:

  • Besitzt der Use-case einen gesellschaftlichen Mehrwert oder stellt das Projekt einen technologischen Fortschritt dar?
  • Bin ich persönlich vom Erfolg des Projektes überzeugt? (Diese Frage darf man nicht unterschätzen. Man selbst muss mit einer Geldanlage leben können, ansonsten ist man anfälliger für Panikverkäufe. Man muss bei einer guten Anlage emotional in der Lage sein einen Bärenmarkt zu überstehen!)
  • Wer steht hinter dem Projekt? Wer sind die Entwickler? Welche Reputation genießen diese?
  • Gibt es fertige und echte Anwendungsfälle (oder mit welcher Wahrscheinlichkeit wird es diese geben)?
  • Ist das Projekt eine Kopie existierender Technologie?

Anhand dieser Erkenntnisse möchte ich nun auf Minereum eingehen.

Was ist Minereum?

Minereum ist ein Token, welches sich über einen Ethereum smart contract eigenständig mined. Das Mining ist dabei an das der Ethereum Blockchain geknüpft. Hierzu wurden zu Beginn Ethereum Adressen (sogenannte Genesis Adressen) auf verschiedenen Foren gesammelt, die nun pro ETH Block je 0.00032 MNE automatisch erhalten. Insgesamt erhält jede der existierenden Genesis Adressen über einen Zeitraum von ca. 47 Jahren 32000 Minereum Coins. Minerum arbeitet daran, einen einfachen Service zur Erstellung von ERC23 und ERC20 Token (>was ist ERC20?) für Jedermann anzubieten. Dieser Service funktioniert bereits für ERC20 tokens und kostet momentan 1 MNE (Minerum). Zusätzlich soll bald eine App entwickelt werden, die basierend auf GPS Koordinaten Minereum verteilt und so möglichst viele neue Nutzer mit der Krypto-Welt vertraut machen soll. Weiterhin sind laut der Roadmap eventuell eine Lotterie sowie ein Minereum Faucet geplant. Momentan sind circa 571.114 MNE im Umlauf, wobei sich der Preis von einem MNE auf etwa $1,3 (mit einem Allzeithoch von extremen $12) beläuft. Minereum wird auf Livecoin, HitBTC und Cryptopia gehandelt.

Analyse von Minereum hinsichtlich einer überlegten Spekulation

Hier möchte ich zunächst auf den Mining Prozess von Minereum eingehen. Dabei stellt sich mir als erstes die Frage, warum Minereum überhaupt „Mining“ benötigt. Es werden hier Token basierend auf ETH Blocks ausgeschüttet, aber genauso gut hätte man einfach sämtliche Token sofort zur Verfügung stellen können, da keine Miner benötigt werden. Das smart contract Mining ist aber laut Minereum Webseite das Alleinstellungsmerkmal. Zudem besteht besteht die Frage, ob Minereum es schaffen kann einen zukunftsträchtigen Use-Case zu etablieren. Das Erstellen von eigenen ERC20/23 Token mit nur einer Minereum Transaktion ist zwar ein nettes Gimmick, kann aber langfristig nicht genug Nachfrage generieren (höchstens Spielerei, da auch hinter den meisten erzeugten Token vermutlich kein Use-case stehen wird). Auch eine Lotterie und die oben erwähnte App bilden noch keinen gut durchdachten real-life Use-Case. Bezüglich des Entwicklers oder des Teams hinter Minereum findet man auf der Webseite nichts. Zusätzlich muss man noch erwähnen, dass die Distribution von Minereum nicht wirklich fair genannt werden kann, da es durchaus Partizipationen mit weit mehr als einer Genesis Adresse gab.

Zusammenfassend stellt Minereum für mich keine überzeugende Geldanlage dar. Der aktuelle Use-case wirkt schwach und dies wird durch die Roadmap nicht genug kompensiert. Dies bedeutet nicht, dass man durch Spielerei nicht doch Gewinne mit MNE machen kann, allerdings schätzte ich das Risiko für eine überlegte Spekulation als zu hoch ein.

Zuletzt noch zwei Buchempfehlungen zum Thema Investition und Spekulation:

-Lukas Fiedler

Bodenbildung beim Bitcoin-Preis hilft dem Altcoinmarkt

Der Bitcoin-Kurs war über 1 Jahr im Sinkflug, scheint jetzt aber bei Kursen um 250 Dollar seinen Boden gefunden zu haben. Das ist eine typische Entwicklung; der Preis konnte sich exakt auf dem Niveau stabilisieren, welcher der Startpunkt für den überproportionalen Anstieg im Spätherbst 2013 darstellte. Dieser stabile Boden sollte nun auch helfen den Altcoinmarkt zu einer neuen Blüte zu verhelfen. Viele Kandidaten haben bereits die Startblöcke verlassen, denken wir an Monero oder auch NEM, es stehen hier wieder spannende Zeiten bevor. Helfen dürfte zusätzlich, dass die Zentralbankwährungen insgesamt einen Abwertungswettlauf hinlegen (auch der Dollar erlebt aktuell lediglich eine Scheinblüte). Die Menschen versuchen sich der drohenden Geldentwertung zu entziehen und investieren ihr Kapital in Alternativen. Sehr viel Geld fliesst in Aktien und Immobilien, aber auch Spezialitäten wie Bitcoin- und Altcoins, dürften von dieser Kapitalflucht zunehmend profitieren. Um nicht zu grosse Risiken einzugehen empfehle ich aktuell mindestens 50% der Krypto-Coin-Gewichtung im Bitcoin zu halten. Ganz fern halten würde ich mich aktuell von Krypto-Aktien und DACs: Hier haben die letzten 12 Monate gezeigt, dass in 90% der Fälle die Projekte innerhalb von Wochen scheiterten und das Kapital entsprechend verbrannt war. Momentan sollten direkte Investments in Altcoins den höchsten Grad der Risikobereitschaft darstellen. Mining ist übrigens – wie von mir erwartet und mehrfach angekündigt – tot. Diesen Kuchen (der deutlich kleiner ist als noch vor 12 Monaten) teilen sich wenige Institutionelle mit entsprechender Hardware untereinander auf.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist selbst in Bitcoins und NEM investiert.

Update Ethereum IPO

Beim Ethereum IPO ist wieder einmal Sand im Getriebe. Das Fundraising wurde gestoppt, also man kann nicht investieren ab dem 1. Februar. Es wurde auf einen unbestimmten Zeitpunkt nach hinten verschoben. Hier detaillierte Informationen dazu. Das Problem war wohl auch, dass es rechtliche Schwierigkeiten gab. Ethereum hat in Canada den Sitz und von dort aus auch dieses Multi-Millionen-Dollar IPO angekündigt. Man kann heute nicht einfach damit anfangen Millionen Dollars zu kassieren, ohne eine gewisse rechtliche Basis wie Prospekt, Anwaltskram etc zu haben. Es hätten damit wohl Klagen und Polizeirazzien gedroht. Das haben die Initiatoren wohl unterschätzt. Insgesamt kam das IPO auf Grund der enormen Verwässerung durch Premining der Altinvestoren eh sehr schlecht an. Es stellte sich zudem raus, dass Teile des Teams bei Goldman Sachs beschäftigt waren. Die Kryptoszene hat aus berechtigten Gründen Angst, dass die Fed und die ihr angeschlossenen Bankenkartelle, versuchen über gewisse Massnahmen, die Kryptoszene unter Kontrolle zu bringen. Eine eigene Kryptowährung von JPMorgan oder Goldman würde wohl kaum auf Resonanz treffen, deshalb hält man in der Szene die Gefahr für latent, dass die Banken über die Hintertür (wie hier bei Ethereum) Einfluss nehmen wollen.

Immerhin bietet das Ethereum Team ab Februar an, eine Alphaversion des Klienten zu testen. Potentielle Investoren können also wie bei eMunie zuerst einmal schauen, ob ihnen das Gebotene zusagt. Zumindest dieser Punkt ist positiv. Und die Altcoins dürften im Februar nun etwas weniger auf die Mütze bekommen, als ursprünglich befürchtet (wenn auch eMunie einige 1000 Bitcoins absorbieren dürfte).

Ethereum: Update zum IPO

Bei Ethereum gibt es neue Informationen zum IPO. Chefentwickler Vitalik Buterin hat die geänderten IPO-Bedingungen im Bitcointalk veröffentlicht. Überraschend war zunächst einmal die Preiserhöhung für mich. So erhält man jetzt für einen Bitcoin lediglich 1000 Ethereum. Klar, dies ist vorerst nur eine Kommaverschiebung, aber das „Auge kauft halt auch mit“. Ein niedriger Startpreis macht späterere Kurserhöhungen leichter (siehe Nxt). Ein Preisanstieg von 1 Cent auf 10 Cent ist leichter als ein Preisanstieg von 1 Dollar auf 10 Dollar. So funktionieren halt nun einmal die Märkte, das hat mit Psychologie zu tun. Das IPO läuft 2 Monate und beginnt am ersten Februar. Es wurde also um einige Tage verschoben. Wichtig: Wer in der ersten Woche investiert, erhält einen Bonus von doppelt Ethereum! Dieser Bonus baut sich mit jedem späteren Tag linear ab. Das IPO ist auf „lediglich“ 30.000 Bitcoins gecapped. Die Miningerträge wurden reduziert auf den Faktor X*0.4 (vorher X* 0.5) dadurch fällt die Verwässerung etwas weniger schlimm aus, als zu den alten Bedingungen. Der verbugte Miningprozess wird noch einmal überarbeitet innerhalb der nächsten zwei Monate und soll ein „hybrides POW/POS-System“ werden – was immer das bedeuten mag. Nicht geändert hat sich die Tatsache, dass auf jeden Ethererum, den Sie erwerben, sich Buterin & Co sich 0.5 Stück genehmigen (und vergessen Sie die vielen 1000 Bitcoins nicht, die eh in ihren Taschen landen).

Hier eine Beispielrechnung zu den aktuellen Bedingungen: Sie investieren 1 Bitcoin, dann bekommen die Gründer (+Foundation) 0.5 Bitcoin und die Miner innerhalb eines Jahres 0.4 Bitcoin. Diese 0.4 bleiben Miningertrag bleiben konstant. Verbessert haben sich die Bedingungen für Fundraiser/Startinvestoren: Man ist nun doch nicht mehr wie geplant ein Jahr fest gebunden (hard lock-up), man kann seine Ethereum jederzeit nach dem Start verkaufen.

Fazit: Buterin und seine Jungs, sahnen zum Start richtig ab. Sie kassieren Ihre Bitcoins und ziehen sich zusätzlich noch Unmengen an Etherium heraus. Hoffen wir, dass Ihnen der plötzliche Reichtum nicht zu Kopf steigt und sie die künftige Entwicklung deshalb nicht vernachlässigen. Auf der anderen Seite, ist das wohl das professionellste IPO, welches bisher die Kryptowelt gesehen hat. Keine One-Man-Show zum Start wie bei Nxt (BCNext) oder eMunie (Dan). An diesem IPO kommen wir, trotz durchwachsener Bedingungen, nicht vorbei. Investieren Sie – trotz geballter Faust im Sack – und zwar noch in der ersten Februarwoche. Aber maximal mit der Hälfte der Summe, die Sie beim eMunie-Ipo setzen wollen. Dort liegt zwar noch vieles im Nebel, aber Dan ist nicht so gierig, wie die Jungs hier und er stellt auch schon eine Testversion bereit (eMunie erscheint ausgereifter). Auch Nxt profitiert indirekt, da hier lediglich 21 Bitcoin eingesammelt werden und von Gier bei BCNext, keine Rede sein kann. Das Image von Ethereum ist also bereits zum Start angekratzt. Nun müssen Buterin & Co. für den Premiumpreis auch Premiumleistung liefern! Ich bleibe am Ball hier.

Ethereum: Probleme mit dem Mining

Ich habe ja bereits vor einigen Tagen über das Ethereum IPO berichtet. Jetzt zeigen sich leider schon erste Probleme. Für das Entwicklerteam um „Wunderkind“ Vitalik Buterin gab es einen herben Rückschlag, als ein Konkurrent aufdeckte, dass das Minen über „Daggern“ (RAM-Arbeitsspeicher Mining) in der Praxis nicht funktionieren wird. Buterin gestand das ein und verspricht den Code zu überarbeiten. Er muss schnell Lösungen finden, damit das IPO wie geplant stattfinden kann. Aber aus PR- und Imagegründen war das Ganze natürlich „suboptimal“ um es vorsichtig auszudrücken. Das lässt andere 2.0 Kryptowährungen in weit hellerem Licht erstrahlen, als bisher schon… Ich bleibe bei Ethereum am Ball.

Digitalcoin [DGC] – Solide Altcoin für ein digitales Zeitalter

Digitalcoin wurde im Mai diesen Jahres initiiert. Die Währung bassiert wie Litecoin auf Skrypt, und weist wie Worldcoin eine höhere Transaktionsgeschwindigkeit als Bitcoin auf. Es besteht ein Coinlimit von maximal 200 Millionen Stück, es wurden aber erst 11.8 Millionen Stück gemined. Digitalcoin gehört damit zu den wenigen Coins, bei denen sich Mining (passende Hardware vorausgesetzt) noch lohnt. Es gibt eine gute deutschsprachige Webseite und einen grossen Marktplatz, auf dem viele Produkte mit Digitalcoins erworben werden können. Das Image der Coin in der Community ist gut, es fand kein Premining statt und es gab auch keinerlei Hacks bzw. Softwareprobleme.

Investmentstrategie: Digitalcoin ist ein solider „Mittelfeldspieler“ mit guter Qualität in allen wichtigen Bereichen. Ein kleiner hidden Campion. Die aktuellen Kurse von 0.00032 BTC erscheinen mir sehr attraktiv. Mitte Dezember waren bereits Kurse von knapp 0.001 BTC drin, ich bin sehr zuversichtlich, dass diese Höhen erneut getestet werden können. Digitalcoin können Sie beim Broker Vircurex erwerben.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist selbst in Digitalcoin investiert.