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Coinlend: der benutzerfreundliche Bot für Margin-Lending

Margin Lending stellt eine attraktive Möglichkeit für Langzeitinvestoren dar, mit lagernden Coins oder USD zusätzlich Geld zu verdienen. Dieser Post beschäftigt sich mit dem Grundprinzip Margin Lending und einem Bot, der den lending Vorgang automatisiert.

(Margin) Lending-Was ist das überhaupt?

Lending bedeutet nichts anderes als etwas zu Verleihen. Entsprechend bezogen auf die Krypto-Welt: Bitcoin, Altcoins, oder auch USD zu einem bestimmten Zinssatz zu verleihen. Dazu gibt es verschiedene Seiten, auf denen man als Privatperson an andere Privatperson Kredite vergeben kann. Dies ist für diesen Post aber nicht weiter von Belang. Im Gegensatz zum Lending beschreibt das sogenannte Margin-Lending das verleihen von Coins/USD an Trader, die mit dem geliehenen Geld auf den Anstieg oder den Fall einer Coin wetten. Ersteres wird als Long-Position, letzteres als Short-Position bezeichnet.

Wie funktioniert ein Short/Long?

Ein Beispiel: Ernie denkt, dass das Währungspaar BTC/USD fallen wird. Da Ernie auf den fallenden Preis wetten möchte, leiht er sich auf Poloniex (oder Bitfinex) durch Margin-Lending einen Bitcoin von Frank. Somit ist Ernie nun verpflichtet Frank zu gegebener Zeit in der Zukunft einen Bitcoin plus Zinsen zurückzuzahlen. Ernie verkauft den geliehenen Bitcoin anschließend für 2600USD. Am Tag darauf ist der Bitcoin Preis gefallen und ein Bitcoin kostet nur noch 2200USD. Das sind großartige Neuigkeiten für Ernie, denn er kann jetzt den Bitcoin, den er Frank schuldet, für 2200USD zurückkaufen. Sein Gewinn würde sich somit auf 400USD abzüglich der Zinsen für Frank belaufen. Analog würde ein Long ablaufen, nur dass sich Ernie in diesem Fall USD leihen würde um Bitcoin zu kaufen. Frank ist in diesem Beispiel der Verleiher, der mit seinen auf der Börse lagernden Coins Zinsgewinne erzielt.

Margin Lending: Welche Risiken bestehen beim Verleihen?

Was würde jetzt allerdings passieren, wenn in dem oben genannten Beispiel der BTC/USD Kurs stark ansteigt und Ernie nicht genug Geld hat, um den Bitcoin zurückzuzahlen? Dies ist durch die Börsen gelöst, die Margin-Trading & Lending anbieten (zu den bekanntesten gehören Poloniex und Bitfinex): Möchte man einen Long oder Short eingehen, so haftet man automatisch mit seinen restlichen Coins/USD hierfür. Geht ein Short/Long nach hinten los, so wird dieser zudem automatisch geschlossen, sobald der Verlust die Absicherungsgrenze erreicht. Das Risiko, dass geliehenes Geld nicht zurückgezahlt wird ist also extrem unwahrscheinlich und ist nur dann überhaupt möglich, wenn der automatisierte Prozess, der den Verlust mit der verfügbaren Sicherheit vergleicht, überlastet und somit „verspätet“ ist (ein solcher Fall ist mir bis heute nicht bekannt geworden und ist äußerst unwahrscheinlich). Ein tatsächliches Risiko hingegen stellt die Börse an sich sowie der komplette Krypto-Markt dar. Während das Risiko des Zusammenbruchs des kompletten Krypto-Markts ein eher geringes Risiko darstellt, kann die Börse auf der man Lending betreibt jederzeit gehackt werden. Weiterhin muss man bedenken, dass man nicht einfach aus einem laufendem Verleih „aussteigen“ kann. Die Liquidität ist somit eingeschränkt.

Margin Lending: Welcher Gewinn kann erzielt werden?

Dennoch sind die eben genannten Risiken verglichen mit dem Trading von Altcoins relativ gering. Da die Zinssätze wie auch beim Altcoinhandel durch Angebot und Nachfrage bestimmt werden, sind diese relativ variabel und bewegen sich circa zwischen 0.02% und 0.04% pro Tag. Auch wenn das erstmal gering klingt, summiert sich das über ein Jahr zu 7-10% auf, was teilweise sogar besser ist als sein Geld am Aktienmarkt anzulegen. Hier sei angemerkt, dass die Börsen einen Betrag von 15% des Gewinns für sich behalten. Um mit dem Verleihen zu beginnen, muss man zunächst die zu Verleihenden Coins auf das Lending Wallet des Börsenaccounts bewegen. Anschließend kann man manuell beginnen damit Coins zu verleihen, langfristig ist dies aber zu viel Aufwand, weshalb ich an dieser Stelle den Coinlend Bot vorstellen möchte.

coinlend zinsen
Aktuelle Zinnsätze pro Jahr bei gleichbleibenden Zinnsätzen pro Tag

Der Coinlend Bot

Anstatt seine Lendings manuell zu verwalten kann man diese durch die Börsen API und einen Bot automatisch gestalten lassen. Dies verursacht wesentlich weniger Arbeit und garantiert, dass seine Coins durchgängig verliehen sind. Hierzu gibt es verschiedene open source Optionen, die allerdings für Einsteiger nicht besonders geeignet sind. An dieser Stelle kommt Coinlend ins Spiel. Coinlend ist ein kleines, über Deutschland verteiltes Entwicklerteam, welches einen Bot speziell für Margin Lending auf Poloniex und Bitfinex entwickelt hat. Um den Bot zu verwenden, muss man sich lediglich einen Account auf www.coinlend.de erstellen und die entsprechende API Schnittstelle der Börse mit diesem verlinken. Der Bot ist zwar nicht Open Source, hat aber meiner Meinung nach ein paar bestechende Features, die ihn für Einsteiger äußerst geeignet machen:

  • Der Bot verleiht automatisch nach dem besten Zinssatz. Jeder Verleih kann durch Feedback bewertet werden, durch das sich der Algorithmus des Bot verbessert
  • Einfaches und verständliches User Interface, gepaart mit guten Tutorials
  • Kein Risiko durch das hinterlegen von API Keys! Diese können so angelegt werden, dass sie keinen Zugriff auf Trading, Funding oder Account Informationen haben. Der Coinlend Bot kann also nur Geld verleihen-niemals mehr!
  • Neben der Fähigkeit einzustellen, welche Coins verliehen werden sollen, kann man auch eine gewünschte Menge reservieren, die nicht verliehen werden soll. Weiterhin gibt es die Option immer nur für maximal 2 Tage zu verleihen.
  • Der Bot ist komplett gratis und wird nur über freiwillige Spenden finanziert

Momentan kann man mit Coinlend lediglich auf Poloniex und Bitfinex verleihen, allerdings ist eine Erweiterung um z.B Quoine geplant. Hier geht es zu den entsprechenden Tutorials zu Poloniex und Bitfinex. Es gilt dabei zu beachten, dass diese jeweils eine Mindestverleihgrenze haben. Die spezifischen Mindestwerte können in der Coinlend FAQ gefunden werden.

Einschätzung

Meiner Meinung nach stellt Margin-Lending eine attraktive, zusätzliche Einnahmequelle für Langzeitinvestoren sowie für Investoren mit niedriger Risikobereitschaft dar. Um hier das Risiko möglichst gering zu halten, rate ich davon ab mit seinem gesamten Portfolio Margin Lending zu betreiben und die für das Lending bereitgestellten Mittel über die verfügbaren Börsen zu verteilen. Zudem halte ich Coinlend für eine sehr gute Option, um Margin Lending automatisiert zu betreiben.

Wichtiges Update: Die entsprechenden Kursgewinne der Coins, die man zum Lending benutzt sind NICHT nach einem Jahr steuerfrei, sondern erst nach 10 Jahren und die Ertraege aus dem Lending werden pauschal mit 25% versteuert. 

-Lukas Fiedler

Byteball: Exclusive Interview with developer tonych in English

interview

Byteball has gained a lot of attention from the Crypto Community since it was announced one month ago. Main reason is because it’s a 3rd Generation Cryptocurrency without any Blockchain based at a Direct Acyclic Graph (DAG) structure. The DAG concept was introduced by Sergio Demian Lerner in September 2015. At the moment there is with IOTA just one other crypto project based at DAG. An other reason for the great attention was, because Byteball will be distributed for free with an airdrop end of this year. There will be no ICO, you just need a Bitcoin-Wallet to participate at the distribution of Byteball.

The developer of Byteball (Anton Churyumov) was willing to answer me my questions in an interview:

Hi Anton, any words about yourself?

tonych: I founded or actively participated in a few internet businesses, some were sold, some were failures, some are still under way. In most of these businesses, I was focused primarily on the technical design and implementation. Before 2001, I was a scientist, I hold a Russian equivalent of PhD in physics and math but I abandoned science in favor of my first business project where I saw that I can produce an impact.

When did you start developing Byteball, is it your first Cryptoproject?

tonych: Byteball is my first cryptocurrency project. I started thinking about it in November 2014 when I saw that the blockchain design can be significantly simplified by replacing it with a DAG. I was fascinated by the cooperative democratic nature of the DAG where every new transaction implicitly secures all previous transactions by referencing their hashes. At the same time, the author of the new transaction depends on his peers to confirm the transaction, not on miners he has no control over. Once a new transaction is released into the network, it gets referenced, hence implicitly confirmed, almost immediately, and the number of direct and indirect references grows like a snowball. Snowball was the first working name of the system.

Byteball uses a Direct Acyclic Graph (DAG) structure. Was this inspired by the DAG-Coin concept of Sergio Demian Lerner?

tonych: I came to it independently. Sergio developed the DagCoin concept in 2012 but published it only in September 2015, almost a year after I began working on a similar idea.  However, the interest to the concept by one of the great minds in crypto space supported my belief that DAG is something worth working on.

In the whitepaper you mentioned also the book 1984 as BCNext did in the Nxt-Code. Is there any relation between you and him?

tonych: Don’t speculate about the relation, it is just a good book. And if BCNext is Russian, this book has a special significance for Russia.

Where do you see the biggest advantages of DAG instead of a classical Blockchain?

tonych: I see two advantages that are common for all DAG based designs. First, a new transaction starts gaining at least partial confirmations from peers almost immediately after it is published, no need to wait that a miner finds a new block. Second, DAG is inherently more scalable than blockchain. When new transactions are issued too often, the DAG just becomes wider, there is no block size limit, there is no orphaning when the interval between blocks is set too small, there is no need to consider large delay in pushing large block to peers.

There are also important advantages of the DAG design employed in Byteball. In all other cryptocurrencies, there is no guarantee that a transaction is ultimately recognized, even when it is absolutely valid according to the protocol, also reorgs are possible and transaction finality is only probabilistic. These properties look somewhat odd to ordinary users and are not compatible with the requirements of the financial sector, where certainty is expected. In Byteball, forks and reorgs are impossible by design, and every transaction attains a final confirmation, which is deterministic. This is very important advancement in crypto space which brings Byteball closer to what ordinary users and the financial sector are used to expect from money.
wallet

What are the main similarities and differences with the other DAG-like Crypto IOTA?

tonych: IOTA also uses DAG, and this is the only similarity.
Everything else is different:
– IOTA uses PoW. In Byteball, the ordering of transactions is based on main chain
– In IOTA, parts of the DAG can be orphaned. In Byteball, there is no chance of orphaning
– Byteball has transaction fees, in IOTA there are no explicit fees (but users still have to expend resources for PoW)
– In Byteball, there are deterministic criteria when a transaction becomes final. In IOTA, there are no exact criteria, it is still probabilistic
– IOTA is a single token currency with only plain payments, Byteball has multiple assets and smart contracts
– In IOTA all payments are public. In Byteball, there are assets that are transferred privately

Can you bring a nice example how Byteball could change the life of an average person in a positive way?

tonych: Byteball enables banks to issue assets that can only be moved when co-signed by the issuer (the bank). That allows banks to open bank accounts that are tracked on the Byteball database (rather than the bank’s internal database) and still follow the KYC/AML regulations that exist in the financial sector: the banks will co-sign transactions automatically once all the checks are passed.

That means that fiat-pegged bank issued assets and all other assets issued on Byteball now exist in a single common environment, the exchange happens by the two parties signing a single transaction that executes both legs of the exchange, it is instant, risk-free, and doesn’t require any third-party custodians. The environment is highly competitive, hence the exchange is affordable. The assets that users buy in exchange for bank issued money can be e.g. securities, such as bonds.  Users can also instantly send bank issued assets to each other or to merchants to pay for goods and services.

With this change, it becomes so easy for an average person to move value across multiple markets, globally, through a new type of account at a usual bank, and all the bank has to do is track this account on the Byteball decentralized database.

Delays are happening quite often for new projects,  what are the biggest challenges before you are ready to the lunch Byteball?

tonych: The biggest challenge is to get as many people as possible to know about Byteball and participate. We already have all the pre-requisites: we have this great technology that appeals to a much wider user base than any earlier cryptocurrency, and the distribution mechanism that invites every Bitcoin holder to participate without paying anything.  Despite all that, this is still a challenge for me, because I know the technology and its implications fairly well, but I’m less knowledgeable in communities and media.

Speaking about delays, it is something that can never be excluded, and apart from technical reasons which are quite common and familiar in this field, we might also have to delay the launch if we see that we are getting too few people on board, hence we don’t get the desired network effects right from the start.  In this case, there is more work to be done before we can Launch.

There have been some critic because you want to combine the distribution of Byteball with the amount of Bitcoin somebody owns at a specific address so somebody with 10 BTC will get 10x more than one with 1 BTC. Any comment on that?

tonych: Well, first of all, I want to recognize those early adopters who were first to believe in Bitcoin as the right direction in which the financial system should evolve. Second, the rules should be simple enough if we want everybody to understand the rules.  And third, the rules should be simple enough if we don’t want somebody to find loopholes that we did not foresee and game the rules in an attempt to gain an unfair advantage. If you think about it, the simplest ungameable distribution method that can be practically implemented, is the one that distributes bytes proportionally to BTC balances.

Any additional words for the German speaking community?

tonych: I do see a lot of activity in the crypto space from the German speaking community. I think it is a good sign: your financial systems are among the most advanced in the world, which together with the active demand for more open and decentralized financial services creates a good environment for the change to actually happen.

Many thanks Tony and good luck with Byteball!

More Information about Byteball:
Homepage
Bitcointalk
Whitepaper

Nächster Blogbeitrag selbstverständlich wieder auf Deutsch, keine Sorge. Aber seht es mir nach, ich hatte schlicht nicht die Zeit auf Deutsch zu übersetzen.

incent: Interessantes ICO startet am Samstag

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Wie mein Kollege Christoph Bergmann hier sehr gut dargelegt hat, ist aktuell wieder ein ICO-Fieber zu verzeichnen. Ich bleibe dabei auf Kurs und werde im Zweifel auf Zeichnungen verzichten. ICONOMI zum Beispiel ist für mich purer Hype, ohne klares Whitepaper und Geschäftszweck. Und dafür 10 Millionen, damit könnte man manch mittelständisches Unternehmen erwerben…

Kommen wir zu einem ICO welches Morgen startet und mir wesentlich besser gefällt. Es handelt sich um incent, ein neues Projekt welches vom Bitscan-Team entwickelt wurde. incent ist für mich eines der professionellsten und attraktivsten ICOs der letzten Monate. Es handelt sich dabei um ein Projekt, welches im wesentlichen darauf abzielt Kundenkarten durch ein Blockchain-basiertes System zu ersetzen. Angeschlossene Händler bieten Rabatte an wenn man incent für die Zahlung benutzt bzw. ein Cashback in incent. Hier ein schönes Video dazu. Für den Händler rechnet sich das durch höheren Umsatz und Kundenloyalität. Für die Kunden in günstigeren Preisen. Im Gegensatz zu Paypal und Co. haben Sie aber über die incent wallet noch die zusätzlich Möglichkeit von steigenden Kursen zu partizipieren. So soll die Wallet für das Smartphone aussehen:2vgry48h

Ein durchdachtes Konzept. Es gibt sogar bereits einen interessierten Händler, der incent gerne einsetzen möchte. Zudem ist die Blockchain und FinTech in aller Munde aktuell. incent könnte Kunden und Händlern dies auf bekannte Art und Weise nahe bringen. Es könnte einen gewissen „Coolnessfaktor“ bedeuten für beide Seiten, wenn man auf incent setzt anstatt einer Plastikkundenkarte, welche den Geldbeutel unnötig dick macht und eben keinerlei Diversifizierungsfaktor zur Konkurrenz bedeutet. Ein interessantes und praxistaugliches Modell in meinen Augen. Freilich befindet sich die Entwicklung erst am Anfang, das ICO wird dazu benutzt werden diese bis ins Jahr 2017 hinein zu finanzieren. Laufen wird incent auf der Waves-Plattform und dort auch handelbar sein. Ich gehe nicht von einer Beschränkung des Handels auf Waves dabei aus, auch ein Listing bei Bittrex oder Poloniex nach erfolgreichem ICO ist äußerst wahrscheinlich.

Details zum ICO: Das ICO startet Morgen für „normale Investoren“. Investoren welche Beträge von über 20 Bitcoin platzieren wollten, konnten die Token mit einem noch höheren Discount bis heute kaufen. Aber sind wir ehrlich, das sind Geldsummen, die ich keinesfalls in ein ICO investieren würde. Ich rate weiterhin dazu nur kleine Summen bei Cryptos zu investieren! Wer am ICO teilnehmen will, der sollte bis spätestens  zum 4. Oktober zu investieren. Nur bis zu diesem Zeitpunkt gibt es den vollen Rabatt in Höhe von 10’000 incent je Bitcoin, wie hier sehr gut ersichtlich ist:

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Die ICO läuft also zwei Monate und im letzten Monat bekommt man nur noch 6’000 incent je Bitcoin. Das ICO kann aber früher beendet werden, sobald 5 Millionen Dollar zusammen gekommen sind. Dieser CAP gefällt mir sehr gut, führt er doch dazu, dass nicht zu hohe Summen in das ICO fließen (wie seinerzeit bei WAVES). Mit maximal 5 Millionen Dollar Startwert hat die ICO genug Luft nach oben um die Investoren einen Kursgewinn zum Start zu bescheren. Das ICO ist zudem sehr transparent, die Summen welche hereinkommen sind hier abrufbar. Als Escrow für das ICO sind zudem noch Paul Klanschek (CEO Bitpanda)sowie Fran Strajnar  (CEO von Brave New Coin) ­bestimmt. Ähnlich wie seinerzeit bei Lisk, müssen bestimmte Bedingungen erfüllt werden, damit die Bitcoin an das Team ausbezahlt werden. So gibt es 50% der Coins, sobald die Token handelbar sind nach dem ICO. Weitere 25% sobald die grobe Infrastruktur für die App steht und weitere 25% wenn sich die Version in der Betaphase befindet. Das ist fair. Zusätzlich gibt es sogar noch eine Geld-zurück-Garantie, sofern die Coins nicht innerhalb von 90 Tagen nach dem ICO verteilt wurden. Das ist auch eine Absicherung für den Fall, wenn Waves doch nicht wie angekündigt innerhalb dieses Zeitraums starten würde. Kleiner Wehmutstropen: Nur 50% der Coins werden beim ICO verteilt, der Rest bleibt einmal zurück um die spätere Expansion zu finanzieren. Sämtliche Details zum ICO sind wirklich sehr ausführlich und dennoch übersichtlich hier zu finden. Auch das hat Vorbildcharakter. Übrigens sind später sogar Dividendenzahlungen geplant, da die incent-Tokenhalter mit 50% der Gebührenerträge beteiligt werden, welche bei jedem Kundenumsatz anfallen.

Wichtig ist noch zu erwähnen, dass ein ICO-Investment in Waves zusätzlich +5% Bonus ergibt. Es macht also Sinn wenn man in das ICO investieren will, vorher die Bitcoin über Bittrex in Waves zu tauschen und dann über die Waves zu investieren. Die dürfte auch einen bullischen Effekt auf Waves haben, der weit über die 5% hinaus gehen dürfte. Waves ist zwar schon etwas gestiegen aber immer noch bei einem Level um 0.0003 BTC

Fazit: Fassen wir noch einmal zusammen: Wir haben ein ICO welches ein spezifisches Thema abdeckt, das sowie für Konsumenten wie Händler interessant ist. Man kann das Geschäftsmodell leicht erklären, was nicht immer der Fall ist bei Kryptoprojekten. Den Ansatz über eine Smartphone-Applikation finde sehr gelungen und praxisnah. Wir haben ein gutes Team, welches auch hervorragende Aussenkommunikation leistet. Wir haben einen ersten Interessenten, welcher bereit wäre das System in die Praxis zu übernehmen. Wir haben ein ICO-Cap, das ICO kann also nicht überzeichnet werden. Wir haben Escrows und eine Geld-zurück-Garantie, wenn die Token nicht innerhalb von 90 Tagen nach dem ICO verteilt werden. Und einen attraktiven Bonus für jeden, der bis zum 4. Oktober investiert. Wir haben eine saubere Risikoaufklärung mit allen Details zum ICO. Zudem gibt es sobald es zum Praxiseinsatz kommt auch eine Erfolgsbeteiligung in Form von Dividenden. Deshalb gibt es hier eine klare Zeichnungsempfehlung von mir.

Es empfiehlt sich dabei zunächst Waves bei Bittrex zu kaufen, um den zusätzlichen 5% Bonus zu bekommen. Risikobereite Spekulanten nutzen außerdem die Gelegenheit zu einer Waves-Longposition, da die erhöhte Nachfrage an Waves um am ICO teilzunehmen den Kurs weiter beflügeln dürfte in den nächsten Wochen (+ zusätzliche Faktoren wie Mainnet und evtl. Poloniex-Listing, machen Waves generell kaufenswert zu den aktuellen Kursen bei um 0.0003 BTC).

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in den oben erwähnten Kryptowährungen selbst investiert

Byteball – Neue blockchainlose Währung gibt es gratis über Airdrop

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Auf Byteball bin ich aufmerksam geworden, da mich der Entwickler Anton Churyumov persönlich kontaktiert hatte. Als ich dann erfuhr, dass es sich um eine neue 3.0 Währung handeln würde ohne Blockchain, war ich natürlich sofort interessiert. Sollte Byteball funktionieren, würde es dann in einer Liga wie IOTA spielen. Es handelt sich aktuell um ein 1-Mann-Projekt in das der Entwickler bereits 22 Monate Zeit investiert hätte. Das Prinzip ist ähnlich wie bei IOTA. Es gibt kein POW, kein POS und kein Mining. Stattdessen ein DAG-Design (Directed Acyclic Graph) welches bereits eine partielle Reihenfolge innerhalb der Transaktionen herstellt. Außerdem verfügt das DAG zusätzlich eine Main Chain hinzu. Der Main Chain erlaubt es, die korrekte Reihenfolge innerhalb der Transaktionen herzustellen. Die Transaktion, die früher in den Main Chain eingefügt wird gilt als maßgeblich in der Reihenfolge. Sollte es zu Double Spends kommen, gilt diejenige Version der Transaktion als gültig, die zuerst in den Main Chain eingefügt wurde, die anderen werden entsprechend ungültig und erhalten keine Bestätigung:
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Byteball ist im Gegensatz zu IOTA aber nicht gebührenfrei. Die Gebührenhöhe richtet sich nach der Größe der gespeicherten Daten. Wenn diese zum Beispiel 500 Zeichen beträgt, zahlt man genau 500 Bytes (die Währung von Byteball) als Gebühren. Die Geldmenge erhöht sich nicht und beträgt 1‘000‘000‘000‘000‘000 Bytes. Zudem soll Byteball weitere Features enthalten wie Smart Contracts, Multisig, Oracle-Function sowie verschlüsseltes Messaging. Weitere technische Details sind in deutscher Übersetzung dank Cryptkeeper hier zu finden. Das Whitepaper gibt es hier. Es gibt bereits ein Wallet, welches sogar Smartphone tauglich ist (dort mit einem speziellen Lite-Client). So sieht zum Beispiel eine Pizza-Bestellung über das Wallet aus:
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Es handelt sich hier aber noch um eine Testversion.

Byteball wird es gratis geben ohne ICO oder Crowdsale! Um eine möglichst breite Distribution zu erreichen bedient sich der Entwickler eines interessanten Verteilungsverfahren. Wenn es frühestens im November zur Emission kommt, wird man sich als Interessent mit einer seiner Bitcoinadressen registrieren können. Um zu bestätigten, dass einem diese Adresse auch gehört wird man eine kleine Testzahlung in Höhe von wenigen Satoshi an eine vom Byteball-Entwickler vorgegebene Adresse senden können. Zu einem exakt vorgegebenen Zeitpunkt wird dann eine Bestandsaufnahme gemacht und je nachdem wieviel Bitcoin man in dieser speziellen Adresse, die man bei der Registrierung angegeben hat hält, bekommt man entsprechend Byteball zugeteilt. Es sollen dabei 98% aller Bytes ausgeschüttet werden. Wer also auf dieser Adresse 10 Bitcoin gespart hat bekommt entsprechend 10x mehr als jemand der darauf nur ein Bitcoin liegen hat. Das schließt eine Mehrfachregistrierung aus, wie sie zum Beispiel bei Decred oder bei NEM auftraten, als es um die Startverteilung ging. Hauptkritikpunkt ist freilich: Die Reichen werden dadurch noch reicher. Aber es ist ein insgesamt faires und transparentes Verfahren. Es gibt sogar schon erste Bestrebungen, dass Poloniex entsprechend dem Bitcoinguthaben der Benutzer Byteball ausschüttet. Davon würden sowohl die Benutzer wie auch Poloniex profitieren (durch höhere Handelsumsätze). Genauere Details zur Verteilung stehen noch nicht fest, zuerst sollen in den nächsten Wochen weitere Tests erfolgen. Die restlichen 2% der Coins werden wie folgt verteilt: 1% für den Entwickler, so dass er nicht völlig leer ausgeht + 1% für zukünftige Nutzer, welche bei jeder Neuregistrierung einige Bytes umsonst erhalten sollen. Das sieht insgesamt erfreulich aus, in den letzten Monaten waren diese beiden Zahlen meistens so um die 15% bei den neuen Projekten (bei IOTA 7%).

Fazit:
Es gibt hier keine Diskussion, man kann nur gewinnen und nicht verlieren. Eine schöne Gelegenheit für die vielen Altcoininvestoren, welche das IOTA-ICO verpasst haben. Hauptgefahr ist dass die teilnehmenden Bitcoin-Adressen irgendwie attackiert werden sollen. Aber wenn man auf seinen Private Key aufpasst ist das für mich ein nicht sehr wahrscheinliches Szenario. Ich halte den Entwickler für ehrlich und auch fähig, wenn ich die vergangenen Wochen revue passieren lasse. Es dürfte sich dabei um eine interessante Figur der Kryptoszene handeln, welche hier anonym auftritt. Im Whitepaper wird mehrmals auf das Buch 1984 Bezug genommen. Dies könnte auf BCNext hindeuten und wäre freilich eine Riesensensation, wenn er quasi so nebenbei seine wahre Identität enthüllen würde, nach über dreijährigem Versteckspiel. Mich wundert, dass ich bisher der einzige bin, der dies in Erwägung zieht. Ich werde weiter über das Projekt berichten, selbstverständlich auch um auf die Details zur Verteilung hinzuweisen, so dass Ihnen diese Gelegenheit nicht entgehen wird!

Ethereum Classic Nachschlag für DAO-Investoren

ETCDie DAO-Investoren können sich auf eine Ausschüttung in Ethereum Classic freuen. Nachdem bereits vor einigen Wochen der Umtausch im Originalverhältnis von 100 DAO in 1 ETH über die Bühne ging, wobei selbst Altcoinbörsen wie Poloniex den Umtausch übernahmen, bekommen DAO-Investoren nun Dank der sogenannten Whitehat-Hackertruppe auch einen Nachschlag in ETC. Das war möglich, da die Whitehats Teile des DAO auch unter dem ETC-Chain unter ihre Kontrolle brachten. Hier ist das optisch sehr schön dargestellt. Man muss sich einfach an die doppelte Sichtweise gewöhnen, es gab nach dem Fork von ETH/ETC den DAO eben auf beiden Chains. Und zunächst schien vieles darauf hinzudeuten, dass DAO-Investoren auf Ethereum Classic komplett verzichten müssten.

Wie kommt man als DAO-Investor an Ethereum Classic? Zunächst einmal ist völlig egal, ob man den DAO im Moment noch hält, logischerweise haben die meisten Investoren ihre DAO-Kontrakte bereits zu Beginn August in Ethereum (ETH) umgewandelt. Wichtig ist nur die DAO-Kontrakte zum Zeitpunkt des Forks am 20. Juli gehalten zu haben. Wer den DAO über die gängigen Altcoinbörsen wie Poloniex, Bittrex oder Kraken erworben hat, konnte sich über eine automatische Ausschüttung freuen, die bereits in den letzten Tagen stattgefunden hat. Wer wie ich den DAO über das Ethereum-Mist-Wallet gezeichnet hat, muss hingegen etwas Zeit investieren:

Zunächst einmal ist es wichtig sich Ethereum Classic herunterzuladen, sofern man es noch nicht installiert hat. Dies ist hier zu bekommen. Wenn die Wallet synchron ist müssen dann die hier erklärten Schritte durchgeführt werden. Es ist nicht schwierig, ich glaube ich habe es in gerade einmal zwei Minuten geschafft (Copy & Paste). Als Dank für ihren Einsatz habe ich den „DAO-Whitehats“ auch 5% gespendet, ich finde das gehört sich. Denn sie haben einen guten Job gemacht, ungefähr 60% der ETC welche im DAO lagen, bekam ich so zurück. Insgesamt bekommt ein DAO-Investor nun für 100 DAO Anteile 1 Etherum und ungefähr 0.6 ETC. Das sind beachtliche Summen, die hier an die Investoren zurückfliessen, schliesslich weist jedes ETC aktuell immerhin einen Marktwert von 1.41 Dollar auf.

Fazit: Die ehrenwerten Gentlemen der Whitehats sorgen dafür, dass für kaum einen DAO-Investor (je nach Einstiegszeitpunkt) ein finanzieller Verlust auf EUR- oder USD-Basis entstanden ist. Das Image von Ethereum wurde dadurch insgesamt aufpoliert. Insgesamt sehe ich ETH wieder positiver. Die Krise wurde rückblickend ordentlich und fair gelöst. Bei ETC behalte ich meine kritische Meinung bei, es kann nur einen geben und das wird der Chain sein, welcher von Vitalik Buterin und seinen vielen Anhängern unterstützt werden wird (ETH). ETC wird als eine Altcoin von vielen enden und sich vermutlich nicht in den Top 10 halten können, trotz großer Twitter-Fangemeinde.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in den oben erwähnten Kryptowährungen selbst investiert

Poloniex: Umtauschmöglichkeit für DAO in Ethereum

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Die größte und bedeutendste Altcoinbörse Poloniex bietet jetzt den Umtausch von „The DAO“ in Ethereum (ETH) an. Dieser Umtausch ist selbstverständlich auch über die Mist-Wallet und andere ETH-Clients möglich. Und von dort auch sicherer, allerdings auch schwieriger, was diese Anleitung zum Umtausch von DAO bei Mist zeigt. Poloniex hat das sehr komfortabel und selbsterklärend gelöst. Dazu muss man sich lediglich hier einloggen: https://poloniex.com/dao/ und die Anzahl an DAO zum Umtausch in Ethereum eingeben:
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Für 1000 DAO erhält man 10 Ethereum (ETH). Das funktioniert sehr einfach und ist kostenfrei. Wichtig ist natürlich, dass Poloniex nur DAO-Kontrakte umtauschen kann, welche sich in der Wallet bei Poloniex befinden. Der Umtausch ist nach wenigen Minuten erfolgt. Freilich empfiehlt sich bei Poloniex nicht zuviel Ethereum auf Dauer zu lassen (siehe Bitfinex). Lieber auf der eigenen Wallet wie Mist oder als Paper-Wallet.

Noch ein paar Worte zu Ethereum Classic (ETC): Zunächst einmal hier eine Anleitung wie man umsonst an Ethereum Classic kommen kann, sofern man Pre-Fork Ethereum besessen hat. Das funktioniert aber nur bei Pre-Fork Ethereum nicht beim DAO. Wer DAO besitzt wird kein ETC erhalten weil der DAO dort noch ohne Bailout existiert, also quasi leergeräumt bzw. sich im Würgegriff des Hackers befindet. Hier schön beschrieben. Ethereum Classic wird zudem von Ethereum-Chef Vitalik Buterin nicht weiterentwickelt werden. Er wird Ethereum (ETH) treu bleiben, das stellte er unmissverständlich klar. Ich halte den aktuellen Höhenflug von ETC deshalb für ausgereizt; mittelfristig wird ETC nur eine Altcoin von Vielen sein und nicht an die Marktkapitalisierung von Ethereum heran kommen. Der aktuelle Kurs von 0.0049 BTC bzw. 2.70 USD mit einer Marktkapitalisierung von 220 Millionen Dollar sollte zum Ausstieg genutzt werden.

Ethereum (ETH) ist aktuell ebenfalls nur eine Halteposition. Die Unsicherheiten um den DAO und den Fork + ETC müssen zuerst einmal verdaut werden. Zudem dürfte ein gewisser Verkaufsdruck auf Ethereum lasten, da viele DAO-Umtauscher ihre Ethereum nicht behalten werden, sondern wieder in Bitcoin umwechseln werden. Auf der anderen Seite ist das Ethereum-Ökosystem das aktivste neben Bitcoin und besitzt mit Vitalik Buterin eine visionäre Führungspersönlichkeit, welche auch grossen Anklang bei den Medien findet. Die Summe der Fakten ergibt für mich folgendes Bild:
Ethereum (ETH) -> Halten
Ethereum (ETC) -> Verkaufen

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist in den oben erwähnten Kryptowährungen selbst investiert

Der Ethereum DAO startet wenig erfolgreich an den Altcoinbörsen

Der Ethereum DAO hat wie von mir progonstiziert zu einer nachhaltig aktiven Berichterstattung der Massenmedien über den DAO und Ethereum geführt. So berichtete selbst die renomierte „New York Times“ auf der Titelseite über den DAO und der deutsche Top-Reportage-Journalist Hannes Grassegger schrieb ausführlich über den DAO in „Der Zeit“. Allerdings konnte der DAO eine starke Konsolidierung des Ethereum-Preises nicht aufhalten. Ethereum verlor innerhalb einer Woche einen Großteil der Zugewinne der letzten Wochen. Es kamen hier mehrere Faktoren zusammen. Zum einen, war der Preistrend nicht dazu in der Lage die Allzeithochs vom März nachhaltig zu überwinden, was charttechnisch zur äußerst bärischen Doppelkopf-Formation führte, ein klares Ausstiegssignal. Zum anderen konnte der DAO in den letzten Tagen wesentlich weniger Ethereum absorbieren, als dass es preislich einen Effekt gehabt hätte. Die Preiserhöhung von 0.01 Ether auf 0.015 führte dazu, dass 97% aller Investoren zu niedrigeren Preisen konvertierten. Zum dritten führte der Lisk-Börsengang diese Woche dazu, dass einige Ethereum-Investoren von Ethereum in Lisk umschichteten. Der Rest des Kursdebakels ergab sich dadurch, dass der Bitcoin nach längerer Seitwärtsbewegung dynamisch nach oben ausbrach, so dass die Altcoinpreise generell unter Druck kamen. Nachdem der Bitcoin erstmals seit langer Zeit wieder die 500 Dollar-Marke überwand, fanden große Umschichtungen von Altcoins in den Bitcoin statt.

Beim DAO kommt im speziellen noch hinzu, dass es in den letzten Tagen eher kritische Berichte überwogen, so dass sich Optimismus eher in Skepsis verwandelt hatte. Die Spannung war deshalb heute groß in wie weit der DAO doch noch ein überzeugendes Börsendebüt feiern konnte. Nach Zeichnungsende heute Morgen um 10:00 Uhr (letzter Umtauschkurs lag bei 0.015 Ether je DAO) begann der Börsenhandel zuerst auf Kraken und Bittrex, zur Mittagszeit bei Poloniex. Und wir müssen sagen, der Start war wenig erfolgreich. Aktuell traded der DAO bei 0.000244 Bitcoin, wichtiger zu erwähnen, nur bei 0.0102 Ether je DAO. Der DAO wird aktuell also nur knapp über dem Nettoinvestarwert von 0.01 Ether je DAO gehandelt. Investoren, welche in den letzten vier Tagen zu 0.015 Ether bezahlt haben, stehen aktuell mit 30% im Minus. Auf Bitcoin-Basis, dürfte die überwiegende Masse der Investoren aber im Plus sein, da ein Großteil der Investitionen in den DAO bei Ether-Kursen zwischen 0.017-0.023 BTC stattfand (im Verhältnis 1 Ether = 100 DAO). Insgesamt betrachtet war es also kein totaler Flop, speziell auch wegen der unerwarteten Bitcoin-Stärke, aber wirklich stark unterhalb der Erwartungen. Seien wir offen, vermutlich hatten wir sehr viele Investoren, die nur „den schnellen Bitcoin“ machen wollten und die verkaufen eben am ersten Tag, sofern auch kleine Gewinne zu holen sind.

Was tun? Dies hängt vor allem von der persönlichen Einstellung zu Ethereum ab. Ich bin bekennender Ethereum-Bulle, glaube also fest daran, dass Ethereum bald wieder die 0.03 Bitcoin-Marke knacken wird. Das bedeutet für mich auch, dass ich keinesfalls beim DAO aussteigen werde sofern 100 DAO-Token nicht zu mindestens 0.03 Bitcoin gehandelt werden. Trotz aller Probleme und Skepsis („Kann das funktionieren?“) sollte der DAO mit einem höheren Aufpreis aus Ethereum-Basis handeln als die 2% aktuell. Das ist reine Verkaufspanik und man ist gut beraten sich davon nicht anstecken zu lassen. Mittel- bis Langfristig, wenn durch falsche Proposals Geld verbrannt wurde, sind auch Kurse von unter 0.01 auf Ethereum-Basis für den DAO denkbar, aber kaum innerhalb der nächsten Wochen. Zudem werden die Massenmedien Ethereum und den DAO weiterhin aktiv verfolgen, was weiteres frisches Kapital anziehen sollte.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist selbst in Ethereum und den DAO investiert

Qora – Wie ein Phönix aus der Asche!

Qora

Die 2.0 Währung Qora covere ich nun bereits seit dem Oktober 2014. In diesem Zeitraum galt Qora stets als geniale Neuentwicklung mit vielen interessanten Features aber auch ohne nennenswerte Community, so dass die Marktkapitalisierung meist unter 200’000 Dollar lag und Qora somit nicht einmal in den Top 100 aller Kryptowährungen rangierte. Auch da die Coin von einem kleinen Team stets weiterentwickelt wurde und nahezu im Wochentakt neue Versionen veröffentlicht wurden oder auch die Homepage einen sehr guten Eindruck machte, hielt ich ein Comeback stets für möglich.

Nun ist der Knoten tatsächlich geplatzt! Nachdem der Kurs noch bis im Januar bei 3 Satoshi dahindümpelte, was eine Marktkapialisiung von nur 134’000 Dollar bedeutete, begann ein starker Aufwärtstrend. Zunächst wurden bis Mitte Februar die 10 Satoshi überwunden. Nach einer Konsolidierungsphase erfolgte in den vergangenen Tagen dann der ganz große Kursanstieg, welcher Qora in der Spitze auf 27 Satoshi bzw. eine Marktkapitalisierung von über 1.1 Millionen Dollar katapultierte. Der Anstieg war freilich zu schnell und in zu kurzer Zeit und ich vermute es handelte sich um einen klassischen Pump, bei dem sich über die Wochen zuvor einige Spekulanten mit Qora eingedeckt hatten um dann durch ein Hochkaufen das Abladen ihrer Positionen zu ermöglichen an sogenannte Backholder: Kleine Fische die auf dem Höhepunkt der Kurse kaufen und dann die Verluste auf dem Weg nach unten tragen. Die aktuelle Konsolidierung auf 18 Satoshi ist deshalb kein Alarmzeichen und gesund.

Fazit: Ich vermute der Kurs sollte bei 15 Satoshi eine Unterstützung finden. Dort werde auch ich wieder erste Positionen erwerben, da ich bei 23 Satoshi meine Position (welche ich seit Oktober 2014 hielt) verkauft hatte. Wichtig ist, dass Qora durch den Anstieg in das Bewusstsein viele Altcoininvestoren gekommen ist, welche vorher mit der Coin nichts anfangen konnten. Wenn das Qora-Team so weitermacht und sich auch die bisher recht schmale Community weiter verbreitert, sollten mittel- bis langfristig auch Kurse über 30 Satoshi möglich sein. Hilfreich ist auch das Poloniex-Listing, da der Broker in den letzten Monaten die unangefochtene Spitzenposition aller Altcoinbörsen erringen konnte.

Hohe Zinsen auf Bitcoin beim Altcoinbroker Poloniex

Die letzten Tage haben den Bitcoin ordentlich durchgeschüttelt und zu großen Kursbewegungen geführt. Aber man kann aus solchen Entwicklungen auch einen Nutzen für sich ziehen. Altcoins konnten erheblich von den Spannungen profitieren. Und die hohe Volatilität erleichterte das Trading zum Beispiel. Ich habe über den Altcoinbroker Poloniex schon öfter berichtet, da er der momentan beste Broker ist. Viele Trader nutzen dort das Margin-Trading: Sie sind so von ihren Fähigkeiten überzeugt, dass sie zusätzlich zu ihrem Guthaben auf Kredit spekulieren. So ist es bei Poloniex zum Beispiel möglich, dass Sie mit einem Guthaben von vier Bitcoin trotzdem bis zu zehn Bitcoin traden können. Die restlichen sechs Bitcoin können Sie ausleihen. Sie nehmen also ein Kredit in Höhe von sechs Bitcoin auf. Ich rate allerdings von Margin-Trading ab, das Coin-Traden ist auch ohne den Einsatz von Kredit schon spekulativ genug!

Aber die Margin-Trader sind auf eine Gegenseite angewiesen: Der Kredit muss von irgend jemand bereit gestellt werden. Deshalb bietet Poloniex auch Lending an. Das bedeutet, dass es möglich ist sein Bitcoin-Guthaben den Tradern zur Verfügung zu stellen und dafür Zinsen zu erhalten. Die Kreditlaufzeit beträgt dabei 2-60 Tage, allerdings ist es den Tradern jederzeit erlaubt vorzeitig zurückzuzahlen. Die Zinsen werden auf Tagesbasis berechnet, sind also höher als es auf den ersten Blick erscheint. Meist lag der Zinssatz um 4% auf das Jahr hochgerechnet. Also bei circa 0.011% täglich. Nun haben die Verwerfungen am Markt dazu geführt, dass die Margin-Trader sehr hungrig nach Kredit waren. Die Märkte waren aber komplett ausgetrocknet. Und da es sich um einen freien Markt handelt sind die Zinsen schnell gestiegen. Sehr schnell und sehr hoch! Am Samstag wurden kurzzeitig 0.5% pro Tag bezahlt. Aufs Jahr gerechnet ein Zinssatz von 180 Prozent! Aktuell werden immer noch 0.198% bezahlt, was 71.3% Jahreszins entspricht. Poloniex übernimmt dabei alle Risiken, man kann also kein Geld verlieren, wenn der Trader sich verspekuliert. Poloniex nimmt dafür eine Gebühr von 15% der Zinssumme. Aktuell  werden also netto ungefähr 60.5% Jahreszins bezahlt. Immer noch sehr, sehr lohnenswert!

„Waaas, so hohe Zinsen, wo ist der Haken?“ sagen Sie jetzt. Nun ja, zunächst einmal können die Trader jederzeit den Kredit zurückzahlen. Die maximale Kreditdauer sind 60 Tage, daher ist es wahrscheinlich, dass es ab diesem Zeitpunkt (oder schon früher) wieder Zinssätze um 0.011% gelten. Weil die Lage beim Bitcoin wird sich wieder normalisieren, es wird nicht immer solche Chaostage wie am Freitag/Samstag geben. Das ist aber für mich nicht das Hauptproblem. Ich könnte mit 4% Jahreszins für Bitcoin sehr gut leben. Das größte Problem habe ich allerdings damit, dass man gezwungen ist sein Kapital beim Broker zu lassen. Und nahezu jeder Broker (denken Sie an Cryptsy) wurde gehackt. Poloniex gilt als relativ sicher aktuell, aber dafür gibt es keine Garantie – auch Poloniex wurde 2014 bereits gehackt. So verlockend die aktuell hohen Zinsen auch sind, setzen Sie deshalb maximal ein Drittel ihres Coin-Kapitals ein, um sich bei Poloniex als „Banker“ zu betätigen.

Cryptsy: Achillesferse Altcoinbroker

Bitcoininvestoren können mittlerweile auf eine sehr sichere und komfortable Infrastruktur zurückgreifen. Es beginnt beim Kauf, bei dem über den Marktplatz Bitcoin.de kaum etwas schief gehen kann. Ich stufe die dortige Wallet ebenfalls als sehr sicher ein, da die Bitcoin-Bestände sogar regelmäßig notariell überprüft werden und 98% der Coins auf „Cold Wallets“ lagern, also sicher vor dem Zugriff von Hackern sind. Wem das immer noch zu unsicher ist, der kann auf Hardwarehilfsmittel wie den Trezor oder den Ledger Nano zurückgreifen. Zudem gibt es immer die Möglichkeit Paper-Wallets zu erstellen. Bitcoininvestoren müssen also längt nicht mehr Hacker-Angriffe fürchten und können sich mittlerweile sehr gut schützen.

Bei Altcoins ist die Lage leider nicht derart komfortabel. Schon der Erwerb ist mit Unsicherheitsfaktoren belastet. Die meisten Altcoinbroker wurden bereits gehackt. Ehemalige Topadressen wie Vircurex und Cryptsy sind scheintot. Cryptsy war 2013 noch der führende Altcoinbroker und aktuell bestehen wohl starke Probleme, das Bitcoin-Guthaben zu transferieren. Das führt dazu, dass der Kurs von Dogecoin dort 30% höher ist als der normale Marktpreis, da Doge immerhin noch abgezogen werden kann und sich die Investoren sagen: „Lieber 30% als 100% Verlust!“ Das Dilemma des Altcoininvestors ist also, dass er den Börsen nicht wirklich trauen kann. Ein weiteres Problem ist, dass auch ein Übertrag der Coins auf die Clienten zu Problemen führen kann. Zunächst einmal hat ein durchschnittlicher Altcoininvestor oft 10 oder noch mehr Coins. Dafür jeweils die komplette Software herunterzuladen, ist mit enormen Aufwand verbunden. Hinzu kommt: Die Wallets am Laufen zu halten erfordert oft viel Geschick und Zeiteinsatz, da es oft zu Synchronisationsproblemen und Hardforks bei Altcoins kommt. Nicht jeder hat das technische Geschick und auch die Zeit, sich damit täglich auseinanderzusetzen.

Fazit: Der Altcoininvestor muss mit den Unsicherheiten leben. Aktuell scheint Poloniex der beste Altcoinbroker zu sein, der zudem noch eine erfreulich hohe Liquidität aufweist. Aber auch Poloniex wurde schon gehackt, es handelt sich hier auch nur um „den Einäugigen unter den Blinden“. Gerade deshalb bin ich ein großer Fan von sogenannten Brain-Wallets: Altcoins, bei denen man über ein Passwort direkt auf die Coins zurückgreifen kann. Man muss sich lediglich ein starkes Passwort notieren (50 zufällige Zeichen zum Beispiel), das sollte mit einem Stift und einem Blatt Papier, für jeden der Schreiben kann, machbar sein. Direkte Brain-Wallets gibt es allerdings nur bei Nxt und in Zukunft wohl auch bei IOTA. Insgesamt deshalb weiterhin mein Ratschlag, bei Altcoins nur Summen einzusetzen, die man jederzeit verschmerzen kann. Und wer gewonnen hat: Nicht vergessen die Gewinne über einen Rücktausch in Bitcoin wieder abzusichern. Bisher gab es nämlich keine Altcoin, die nachhaltig einen hohen Kurs aufrecht erhalten konnte. Alle bröckelten im Laufe der Jahre gegenüber dem Bitcoin wieder ab oder verschwanden ganz.

Disclaimer – Hinweis auf Interessenskonflikt: Der Autor ist selbst in Bitcoin, Nxt und IOTA investiert.